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Dähre: Streit um riesigen Windpark und Solaranlage

Wo Süßes mit ganz viel Liebe kredenzt wird Copyright und Urheber siehe Dähre

In der Gemeinde Dähre gibt es massiven Zoff um neue Energieprojekte. Während der Rat einem Solarpark zustimmte, regen sich viele Bürger gegen geplante Windräder.

In der Gemeinde Dähre (Altmarkkreis Salzwedel, Sachsen-Anhalt) kochen die Emotionen hoch. Im Zentrum steht ein riesiges Windkraft-Projekt. Der Unternehmer Sebastian Lüder will rund 500 Millionen Euro investieren, um insgesamt 30 Windräder in Dähre und der Nachbargemeinde Diesdorf zu bauen. Allein im Bereich Schmölau-Neuekrug sind 41 Anlagen geplant.

Die Pläne kommen bei vielen Einwohnern gar nicht gut an. Bei einer Info-Veranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus in Bonese kamen über 200 Menschen zusammen. Die Stimmung war teils heftig, und es wurden Banner gegen die Windräder im Forst Schmölau gezeigt. Eine Bürgerinitiative versucht nun, das Vorhaben mit einem Bürgerbegehren und einer Petition zu stoppen. Auch der Bürgermeister ist in die Kritik geraten: Jan Meine, der seit dem 3. November 2025 im Amt ist, wehrt sich gegen persönliche Angriffe und Verleumdungen. Er bittet die Bürger, Informationen aus seriösen Quellen zu prüfen.

Neben den Windrädern gibt es auch Pläne für die Sonne. Der Gemeinderat hat sein Okay für einen Solarpark südlich von Schmölau gegeben. Die Anlage soll eine Fläche von 41,5 Hektar einnehmen und zusätzlich einen Batteriespeicher bekommen. Auch hier gibt es aber Kritik. Bei einem Gespräch in Bonese forderten Bürger mehr Grünflächen, etwa Hecken um die Speicher, um die Anlage besser zu verstecken. Die Planer prüfen diese Vorschläge derzeit.

Zusätzlich gibt es Ärger über die Verkehrsanbindung. In Bad Bodenteich wurde der Planungsstand zur B190n vorgestellt. Die sogenannte „Hosenträger-Variante“ der Straße stieß auf Kritik, da die Strecke über 16 Kilometer viel Konfliktpotenzial bietet.

In anderen Themen konnte die Gemeinde einlenken: Der Gemeinderat verzichtet auf eine Klage gegen einen Bescheid des Landesverwaltungsamtes vom 18. März. Die Kosten für einen Rechtsstreit wären zu hoch gewesen und die Erfolgschancen zu gering.

Ob die Bürgerbegehren gegen die Windräder Erfolg haben und wie die finalen Pläne für den Solarpark aussehen, bleibt abzuwarten. Die Ermittlungen und Planungen dauern an.

Quelle: Dähre – zur Originalmeldung

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