Crailsheim will Ehrenamt mit neuer Strategie stärken
In Crailsheim (Baden-Württemberg) soll das Ehrenamt in Zukunft gezielter gefördert werden. Damit die Arbeit in Vereinen und Initiativen attraktiver wird, entwickelt die Stadt eine sogenannte Engagementstrategie. Die ersten Schritte sind bereits passiert: Im Ratssaal kam eine große Dialogveranstaltung zusammen.
Insgesamt 78 Menschen aus mehr als 40 verschiedenen Vereinen, Gruppen und Einrichtungen nahmen an dem Treffen teil. Unter der Leitung von Hans-Ulrich Händel wurde diskutiert, wie man das freiwillige Engagement zukunftsfähig macht. Zu Beginn berichteten Dirk Beyermann, Isolde Meinhard, Désirée Styblo-Nowak und Joachim Wieler aus ihrem eigenen Alltag im Ehrenamt, um erste Impulse für die Gespräche zu liefern.
Die Teilnehmer teilten sich in vier Arbeitsgruppen auf. Dabei ging es vor allem darum, wie man mehr Anerkennung für die Freiwilligen schafft und wie man neue Leute für die Arbeit gewinnen kann. Die Gruppen sprachen über eine bessere Präsenz in den Medien, Angebote für verschiedene Generationen und den Einsatz von digitalen Medien. Auch praktische Probleme standen im Fokus: Es geht um finanzielle Hilfe, Fortbildungen, weniger Papierkram und eine engere Zusammenarbeit zwischen den Vereinen und der Stadtverwaltung.
Aus diesen Gesprächen ist ein großer Katalog mit Lösungsvorschlägen entstanden. Dieser dient nun als Basis für die nächsten Schritte. Im Herbst wird die Stadt eine Arbeitsgruppe gründen. Darin arbeiten Vertreter aus der Zivilgesellschaft, der Verwaltung und externe Berater zusammen, um konkrete Ziele und Maßnahmen festzulegen.
Wer nicht dabei war, kann die Ergebnisse der Veranstaltung auf der Internetseite der Stadt Crailsheim herunterladen. Die Dokumentation soll auch anderen Vereinen als Anregung für ihre eigene Arbeit dienen.
Quelle: Crailsheim – zur Originalmeldung