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Crailsheim: Panflötenspieler-Brunnen nach Vandalismus wieder fertig

Copyright und Urheber siehe Crailsheim

Nach fast zwei Jahren Pause sprudelt der bekannte Kindlesbrunnen in der Grabenstraße wieder. Die Stadt hat die schweren Schäden durch Vandalismus behoben.

In Crailsheim (Landkreis Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg) ist ein bekanntes Stück Stadtgeschichte zurück. Der Panflötenspieler-Brunnen, den viele auch Kindlesbrunnen nennen, steht wieder an seinem Platz in der Grünanlage an der Grabenstraße, gegenüber dem Herrensteg. Zuvor war die Anlage durch mutwillige Zerstörung fast zwei Jahre lang außer Betrieb.

Die Schäden waren massiv. Vandalen hatten die Figur des Panflötenspielers zerstört und die gesamte Anlage beschädigt. Das obere Becken war so kaputt, dass man es komplett entfernen musste. Das untere Becken war undicht und stand schief. Deshalb reichte eine einfache Reparatur nicht aus; der Brunnen musste grundlegend erneuert werden.

Der städtische Baubetriebshof hat den Großteil der Arbeit übernommen. Henning Spieler aus dem Tiefbau erledigte die Baggerarbeiten, während Daniel Weiß vom Hochbau die neue Technik und die Wasseranschlüsse installierte. Eine Neuerung gibt es im Untergrund: Das Nachfüllen des Wassers läuft jetzt automatisch. Früher mussten die Mitarbeiter das Becken mühsam per Schlauch befüllen.

Die Figur selbst wurde von der Firma Karl Mietz originalgetreu neu gefertigt. Das war nur möglich, weil ein Nachbar, Karl-Otto Widmann, die Trümmer der alten Figur eingesammelt und bei sich gelagert hatte. Diese Teile dienten als Vorlage für das Replikat. Eine kleine Verzögerung beim Aufbau gab es nur, weil ein spezieller Naturstein zeitweise nicht lieferbar war.

Vor der Sanierung gab es im Gemeinderat Diskussionen. Die Stadtverwaltung hatte überlegt, den Brunnen im Zuge einer neuen Planung an einem anderen Ort aufzustellen. Doch der Gemeinderat, die CDU-Fraktion und der Historische Verein setzten sich durch: Der Brunnen sollte restauriert und an seinem alten Platz bleiben.

Der Brunnen hat eine lange Geschichte in der Stadt. Er wurde 1925 für eine Gewerbeschau gebaut und 1965 an seinen heutigen Standort verlegt. Dass er angezogen wird, zeigt auch die Vergangenheit: Schon 1978 hatten Vandalen die Figur in die Jagst geworfen, wo sie von der DLRG gerettet wurde. Jetzt ist er wieder Teil der historischen Stadtführungen. Ob die Anlage künftig verschont bleibt, muss die Zeit zeigen.

Quelle: Crailsheim – zur Originalmeldung

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