Bundespolizei München zieht Bilanz der Grenzkontrollen
Die Bundespolizeidirektion München (Bayern) hat die Zahlen ihrer Grenzkontrollen offengelegt. Seit dem 16. September 2024 gibt es auf Anweisung der Bundesinnenministerin vorübergehend wieder Kontrollen an allen Landgrenzen im Schengen-Raum. Zuvor liefen die Checks bereits an den Grenzen zu Österreich, Tschechien, Polen und der Schweiz.
Die Bilanz der Beamten ist hoch. Zwischen Mitte September 2024 und dem 31. Juli 2026 haben die Polizisten 21.647 Menschen entdeckt, die unerlaubt eingereist sind. Die meisten kamen dabei aus Österreich, nämlich 16.871 Menschen, während es aus Tschechien 4.776 waren. Insgesamt wurden 14.029 Menschen direkt an der Grenze oder kurz danach wieder zurückgewiesen oder zurückgeschoben.
Neben den illegalen Einreisen gab es weitere Treffer. 781 Menschen durften gar nicht erst einreisen, weil sie eine Wiedereinreisesperre für Deutschland hatten. Besonders hart traf es die Schleuser: 1.068 Menschen wurden vorläufig festgenommen, weil sie Menschen illegal ins Land bringen wollten.
Zudem nutzte die Polizei die Kontrollen, um andere Gesuchte zu schnappen. So konnten 4.776 offene Haftbefehle vollstreckt werden. Außerdem trafen die Beamten auf 404 Menschen aus dem extremistischen oder islamistischen Milieu.
Ein Blick auf den Zeitraum ab dem 8. Mai 2025 zeigt, dass die Zahlen hoch bleiben. In dieser Zeit gab es 13.274 unerlaubte Einreisen. Davon wurden 9.100 Menschen zurückgewiesen. Die Polizei stellte zudem 44 Menschen fest, die zu sogenannten vulnerablen Gruppen gehören, also besonders schutzbedürftig sind.
Die Bundespolizei begründet die Maßnahmen damit, dass sie die innere Sicherheit schützen und die illegale Migration reduzieren wollen. Da es sich bei den Daten um eine polizeiliche Eingangsstatistik handelt, können sich die Zahlen durch spätere Nachprüfungen noch leicht ändern.
Quelle: Bundespolizeidirektion München – zur Originalmeldung