Bundespolizei beschlagnahmt hunderte Waffen an Berliner Bahnhöfen
Die Bundespolizei hat in Berlin (Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland) eine große Kontrollaktion durchgeführt. Über einen Zeitraum von viereinhalb Monaten, vom 20. März bis zum 26. Juli, suchten Beamte gezielt nach gefährlichen Gegenständen. Das Verbot galt täglich in der Zeit von 14 Uhr bis 4 Uhr am nächsten Morgen. Betroffen waren insgesamt 15 Bahnhöfe, darunter der Hauptbahnhof, der Alexanderplatz, der Ostbahnhof sowie der Brandenburger Bahnhof Potsdam HBF.
Insgesamt kontrollierten die Polizisten 17.318 Menschen. Bei 905 Menschen fanden sie gefährliche Dinge, die sie dann mitnahmen. Insgesamt waren das 1.011 Gegenstände. Die Beamten stellten 469 Messer, 280 Reizstoffe wie Tierabwehrsprays und 80 Hiebwaffen sicher. Außerdem gab es 138 Schlag- und Stichgegenstände, 30 echte Waffen und 14 Fälle von Pyrotechnik.
Die Kontrollen führten aber zu noch mehr Entdeckungen. Die Beamten deckten insgesamt 1.818 weitere Straftaten auf. Das waren oft Gewalttaten, insgesamt 457 Fälle. Zudem fanden die Polizisten 308 Mal Betäubungsmittel. 285 Menschen hatten gegen das Aufenthaltsgesetz verstoßen. Außerdem gab es 2.041 Treffer bei der Fahndung, wodurch in 211 Fällen offene Haftbefehle vollstreckt werden konnten.
Die Bundespolizei begründet den harten Kurs damit, dass die Gewalt an den Bahnhöfen zunimmt. In der Vergangenheit kam es immer häufiger vor, dass Tatverdächtige Messer oder Sprays einsetzten und die Opfer dadurch schwerer verletzt wurden. Aus Sicht der Behörde war die Aktion erfolgreich und hat die Sicherheit im Bahnverkehr erhöht.
Ob und inwieweit sich die kontrollierten Menschen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.