Brückenschaden in Leverkusen-Opladen sorgt für Ärger
Eigentlich sollte es Grund zum Feiern geben. Die Bahnstrecke zwischen Hagen und Köln war monatelang für eine große Sanierung gesperrt. Die Pendler in der Region mussten in dieser Zeit auf Busse und andere Wege ausweichen. Dann kam die symbolische Wiedereröffnung mit Politikern und Vertretern der Deutschen Bahn.
Doch die Freude hielt nicht lange an. Noch am selben Tag der Eröffnung kam bei einer Überprüfung ein Fehler ans Licht: Die Eisenbahnbrücke in Leverkusen-Opladen (Nordrhein-Westfalen) hat einen Schaden. Deshalb kann sie momentan nur eingeschränkt genutzt werden.
Das sorgt für großen Ärger bei der Politik. Die Oberbürgermeister von Leverkusen und Solingen sowie der Bürgermeister von Leichlingen haben deshalb einen Brief an den Bundesverkehrsminister Bilger geschrieben. Sie fordern, dass die Schäden schnellstmöglich repariert werden. Für die Pendler wäre eine erneute Sperrung nach der langen Wartezeit inakzeptabel.
Die Bürgermeister stellen in ihrem Schreiben auch kritische Fragen. Sie wollen wissen, wie der Schaden überhaupt entstehen konnte. Die Strecke war fünf Monate lang für den normalen Verkehr gesperrt. In dieser Zeit waren nur die Fahrzeuge auf der Strecke, die an der Sanierung gearbeitet haben. Zudem ist unklar, warum der Defekt weder während der Bauarbeiten noch bei einer Prüfung Ende letzten Jahres bemerkt wurde.
Ein weiterer Punkt bereitet Sorgen: Die Stadtvertreter wollen wissen, ob die baulich identische Brücke zwischen Leverkusen-Opladen und Langenfeld ebenfalls überprüft wurde. Diese wird hauptsächlich für Güterzüge genutzt.
Ob und wann die Reparaturen beginnen, ist derzeit noch offen. Die Stadtverwaltungen warten auf eine Antwort aus dem Bundesverkehrsministerium.
Quelle: Leverkusen – zur Originalmeldung