Braunschweig: Waffen und Drogen bei Großkontrolle gefunden
Am vergangenen Samstag war in Braunschweig (Niedersachsen) viel los. Von 14 Uhr bis spät in den Abend hinein haben die Behörden eine große Kontrollaktion im öffentlichen Nahverkehr gestartet. Die Polizei aus Braunschweig und Hannover war dabei nicht allein unterwegs. Auch Leute vom Ordnungsdienst der Stadt, von der DB-Sicherheit und den Braunschweiger Verkehrsbetrieben haben mitgeholfen.
Die Beamten haben vor allem am Hauptbahnhof und am Zentralen Omnibusbahnhof gesucht. Außerdem wurden Busse und Straßenbahnen kontrolliert. Insgesamt haben die Einsatzkräfte 168 Menschen durchsucht. Der Grund für die Aktion ist eine neue Verordnung, die seit Ende März gilt. Sie verbietet es, Waffen und Messer in Bussen, Bahnen und an Bahnhöfen mitzuführen.
Bei den Kontrollen stießen die Beamten auf gefährliche Gegenstände. Ein 17-Jähriger hatte einen Teleskopschlagstock dabei. Bei einem 26-Jährigen fanden die Polizisten in den Taschen ein Einhandmesser. Beide Gegenstände wurden sofort mitgenommen. Außerdem entdeckten die Beamten bei mehreren Menschen Drogen.
Gegen 19 Uhr kam es dann zu einer Festnahme. Zwei Männer hatten in einem Laden gestohlen. Die Polizei konnte sie direkt auf frischer Tat ertappen und nahm sie vorläufig fest. Das Ganze ging danach schnell: Das Amtsgericht Braunschweig erließ bereits am nächsten Tag Haftbefehle gegen die beiden. Sie sitzen nun in einer Justizvollzugsanstalt.
Insgesamt haben die Behörden 36 Gegenstände und Beweismittel sichergestellt. Die Menschen in der Stadt und auch die kontrollierten Menschen sollen positiv auf die Maßnahmen reagiert haben. Die Polizei hat angekündigt, dass es solche Kontrollen in Absprache mit den Partnern in Zukunft regelmäßig geben wird.
Ob und inwieweit sich die Menschen mit den Waffen und Drogen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen dauern an.