Braunschweig: Ausschreitungen bei Spiel gegen Hertha BSC
Am Abend des 28. August kam es in Braunschweig (Niedersachsen) in der Hamburger Straße zu einem heftigen Streit. Während des Fußballspiels zwischen Eintracht Braunschweig und Hertha BSC Berlin wurde es in der Halbzeitpause ungemütlich.
Einige Zuschauer hielten sich in der Südkurve in einem Block auf, in dem sie eigentlich nicht hätten sein dürfen. Als der Ordnungsdienst die Leute aufforderte, in ihren eigenen Block zurückzukehren, wurde die Stimmung aggressiv. Die Fans wehrten sich körperlich gegen die Ordner. Schließlich verließen die Menschen den Block, doch fünf Ordner wurden bei dem Gerangel verletzt.
Die Polizei schickte daraufhin Beamte zu dem betroffenen Block. Dort fanden die Polizisten die Gruppe hinter der Kurve im Heimbereich. Doch die Situation eskalierte weiter: Die Menschen weigerten sich, ihre Ausweise zu zeigen. Andere Heimfans mischten sich ein und unterstützten die Gruppe. Durch dieses Chaos konnten alle Beteiligten flüchten, bevor die Polizei sie festnehmen konnte. Bei diesem Versuch, die Gruppe zu stoppen, wurde ein Polizist an der Hand verletzt.
Zusätzlich gab es über das gesamte Spiel und auch nach dem Abpfiff Probleme mit Pyrotechnik. Im Bereich der Heimfans wurden immer wieder Raketen oder Fackeln gezündet.
Die Polizei hat nun gegen eine Vielzahl unbekannter Menschen Strafverfahren eingeleitet. Es geht dabei um tätliche Angriffe, Nötigung und Landfriedensbruch. Auch wegen der Pyrotechnik wird ermittelt. Ob und inwieweit sich die Beteiligten strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.