Braunschweig: 20-Jähriger flieht mit Mazda vor Polizei
Es begann am frühen Nachmittag des 17. August auf der A2 in Fahrtrichtung Berlin. Eine zivile Streife der Autobahnpolizei bemerkte einen silbernen Mazda. Die Beamten wollten den Wagen kontrollieren, weil die Kennzeichen nicht zugelassen waren.
Doch der 20-jährige Fahrer hielt nicht an. In der Nähe der Ausfahrt Königslutter (Landkreis Helmstedt, Niedersachsen) gab er plötzlich massiv Gas. Mit weit über 150 km hielt er sich nicht an die Fahrspuren, sondern überholte mehrere Autos auf dem Seitenstreifen. Die anderen Fahrer waren in großer Gefahr.
Die Polizei rief weitere Kollegen zur Unterstützung. Der Mazda verließ die Autobahn an der Ausfahrt Rennau, wobei der Fahrer einen Leitpfosten überfuhr. Die Flucht ging dann über Landstraßen und durch den Ort Barmke bis nach Helmstedt weiter. Auch dort mussten andere Autofahrer abrupt bremsen oder ausweichen, um nicht mit dem Mazda zu kollidieren.
In der Meibomstraße in Helmstedt war die Fahrt schließlich zu Ende. Der junge Mann sprang aus dem Auto und versuchte, zu Fuß zu entkommen. Die Polizisten waren jedoch schnell genug, holten ihn ein und nahmen ihn fest. Dabei wehrte sich der 20-Jährige gegen die Beamten.
Nach der Festnahme wurde der Mann in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Die Polizei ließ ihm eine Blutprobe entnehmen, da er vermutlich unter dem Einfluss von Drogen stand.
Jetzt stehen zahlreiche Vorwürfe im Raum. Die Polizei ermittelt wegen illegalem Autorennen, Gefährdung des Straßenverkehrs und Unfallflucht. Außerdem geht es um Kennzeichenmissbrauch, das Fahren ohne Fahrerlaubnis und den Widerstand gegen die Beamten. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Die Autobahnpolizei sucht noch nach weiteren Zeugen. Wer von dem silbernen Mazda gefährdet wurde, soll sich unter der Telefonnummer 0531-476 3715 melden.