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Brandenburg an der Havel: Experten suchen Hilfe für suchtkranke Familien

Copyright und Urheber siehe Brandenburg an der Havel

Wie erreicht man Eltern, die mit Sucht kämpfen, bevor es zu spät ist? Rund 100 Fachleute trafen sich zu einem Fachtag in der Stadt.

Am Montag, den 31. August 2026, kamen etwa 100 Fachkräfte in Brandenburg an der Havel (Brandenburg) zusammen. Die Technische Hochschule und das Amt für Jugend und Soziales hatten zu einem Fachtag eingeladen. Im Audimax der Hochschule ging es darum, wie man Familien mit Suchtproblemen besser unterstützen kann.

Die Teilnehmer kamen aus verschiedenen Bereichen. Es waren Leute aus der Kinder- und Jugendhilfe dabei, ebenso wie Fachleute aus dem Gesundheitswesen, der Suchthilfe und der Schwangerschaftsberatung. Gemeinsam suchten sie nach Antworten auf eine schwierige Frage: Wie erreicht man Menschen, die in einer extrem belastenden Lebenssituation stecken und Hilfe brauchen, aber oft nicht wissen, wo sie diese finden?

Den Anfang machte ein Spielfilm mit dem Titel „VENA“. Der Film zeigt die Welt aus der Sicht einer jungen Mutter. Er macht deutlich, wie hart der Weg ist, wenn Schwangerschaft und Elternschaft auf eine Suchterkrankung und sogar eine Haftstrafe treffen. Nach dem Film diskutierten Experten aus der Medizin, Wissenschaft und Familienbegleitung über die gezeigten Probleme. Die Runde moderierte Jenny Troalic, die Landeskoordinatorin für Frühe Hilfen.

In der Diskussion wurde klar, dass die Hürden für betroffene Familien oft zu hoch sind. Die Hilfe muss einfacher und zugänglicher werden. Zudem müssen die verschiedenen Ämter und Einrichtungen enger zusammenarbeiten. Als konkrete Lösung schlugen die Experten vor, sich regelmäßig über besonders schwierige Fälle auszutauschen. Auch Ärzte sollen stärker in das Netzwerk der „Frühen Hilfen“ eingebunden werden.

Das wichtigste Ergebnis des Tages war die Erkenntnis, dass persönlicher Austausch und ein wertschätzender Umgang mit den Familien entscheidend sind. Die Stadt will diese Diskussion nun im Netzwerk Frühe Hilfen weiterführen, um die Unterstützung vor Ort zu verbessern.

Quelle: Brandenburg an der Havel – zur Originalmeldung

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