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Brandenburg an der Havel eröffnet erste Universitätszahnklinik

Copyright und Urheber siehe Brandenburg an der Havel

In einem alten Elektrizitätswerk ist nun die erste Universitätsklinik für Zahnmedizin im Land gestartet. Sie soll helfen, den Mangel an Zahnärzten in der Region zu stoppen.

Am Freitag wurde die neue Universitätsklinik für Zahnmedizin in Brandenburg an der Havel (Brandenburg) offiziell eingeweiht. Oberbürgermeister Daniel Keip und der Präsident der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB), Prof. Hans-Uwe Simon, feierten die Eröffnung zusammen mit den Ärzten und Wegbegleitern. Die eigentliche Feier fand im benachbarten Straßenbahndepot statt.

Die Klinik selbst ist in einem besonderen Gebäude untergebracht: In der Bauhofstraße 2 bis 4 wurde ein denkmalgeschütztes, altes Elektrizitätswerk aus den Jahren 1900 und 1901 saniert. In den Räumen treffen alte Stahlkonstruktionen und Mauerwerk auf modernste digitale Technik. Insgesamt bietet die Klinik 3.500 Quadratmeter Fläche. Bis 2027 sollen knapp 5 Millionen Euro in die Ausstattung fließen.

Obwohl die große Feier erst jetzt stattfand, behandeln die Ärzte dort bereits seit dem 3. August 2026 Patienten. Aktuell gibt es fünf komplett digitale Behandlungsplätze. Das soll aber nur der Anfang sein: Später will die Klinik auf etwa 40 Plätze ausgebaut werden. Wenn alles fertig ist, können dort bis zu 40.000 Fälle pro Jahr behandelt werden. In der Klinik sollen schließlich knapp 100 Leute arbeiten, davon mehr als 50 Wissenschaftler.

Das Angebot ist breit gefächert. Neben der normalen Zahnmedizin gibt es Spezialsprechstunden für Menschen mit Zahnarztangst, für Schlafmedizin oder für Erkrankungen der Mundschleimhaut. Es gibt sogar eine mobile Versorgung. Bis Ende des Jahres sollen zudem Polikliniken für Oralchirurgie und Kieferorthopädie dazukommen.

Ein wichtiger Punkt ist der Nachwuchs. Die Klinik ist das praktische Zentrum für den Modellstudiengang Zahnmedizin der MHB. Jedes Jahr fangen 48 Studierende an. Sobald sie im klinischen Teil ihres Studiums sind, behandeln sie unter Aufsicht von Profis echte Patienten. Oberbürgermeister Keip hofft, dass die Studierenden sich in der Stadt verlieben und nach dem Studium in Brandenburg an der Havel bleiben, um die Lücken zu füllen, die entstehen, wenn ältere Zahnärzte in Rente gehen.

Patienten können die Klinik von Montag bis Donnerstag zwischen 08:00 und 17:00 Uhr und freitags von 08:00 bis 15:00 Uhr besuchen. Telefonisch ist die Klinik unter (03381) 2181222 erreichbar.

Wer sich das Gebäude einmal ansehen möchte, hat bald eine Chance: Am 13. September 2026 findet im Rahmen des „Tags des offenen Denkmals“ ein Tag der offenen Tür statt. Von 10:00 bis 16:00 Uhr ist die Klinik für alle offen. Um 10:30, 12:15 und 14:00 Uhr gibt es Architekturführungen, die am Haupteingang starten. Da pro Führung nur 20 Menschen mitkommen können, lohnt es sich, frühzeitig da zu sein.

Quelle: Brandenburg an der Havel – zur Originalmeldung

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