Brandenburg an der Havel: Neuer Schulhof versickert Regenwasser
An der Wilhelm-Busch-Schule in der Beethovenstraße 15 (Brandenburg an der Havel) sieht es jetzt anders aus. Die Stadt hat den Schulhof umgebaut, damit das Regenwasser künftig auf dem eigenen Grundstück bleibt und nicht mehr über die öffentliche Kanalisation abfließt. Grund für die Baustelle war auch, dass die BRAWAG die Kanalisation in der Beethovenstraße saniert hat. In diesem Zuge musste die Schule ihre Entwässerung anpassen.
Auf dem etwa 12.000 Quadratmeter großen Gelände wurden neue Anlagen gebaut, die das Wasser aufsaugen. Dafür haben die Arbeiter rund 1.400 Quadratmeter Beton und 450 Quadratmeter Pflastersteine entfernt. Insgesamt wurden 600 Kubikmeter Erde ausgetauscht. An den tiefsten Stellen des Hofs entstanden Mulden mit Kiesbetten, die das Wasser auffangen. Zudem gibt es jetzt rund 2.200 Quadratmeter neuen Rasen.
Die Planung war knifflig, weil der Hof täglich von vielen Schülern genutzt wird. Besonders im Innenhof mussten die Grünflächen so gestaltet werden, dass sie nicht plattgetreten werden. Nur wenn der Boden locker bleibt, kann das Wasser auch wirklich versickern. Auch die Fläche des Verkehrsgartens, die neben der Polizei auch Vereine nutzen, musste in die Planung einfließen.
Damit der Betrieb nicht gestört wurde, erledigte die Firma aus Wenzlow den Großteil der Arbeiten in den Sommerferien. So war der Pausenhof pünktlich zur Einschulung wieder fertig. Neben dem Umweltschutz profitieren die Schüler auch von neuen Sitzgelegenheiten und mehr Grün auf dem Hof.
Die Stadt rechnet damit, dass so jährlich etwa 7.000 Kubikmeter Regenwasser direkt vor Ort versickern. Das entlastet die Kanalisation und hilft dem natürlichen Wasserkreislauf. Die gesamten Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf rund 350.000 Euro.