Brand in Mannheim legt Bahnverkehr lahm
Am Donnerstag kurz nach 10 Uhr ging bei der Polizei ein Notruf aus Mannheim (Baden-Württemberg) ein. In einem Mehrfamilienhaus im Quadrat S 1 war ein Feuer ausgebrochen. Die Ursache war wohl ein technischer Defekt: Im zweiten Stock fingen Kabel in einem Stromverteilerkasten Feuer.
Durch den Brand entstand viel Rauch. Dieser zog durch ein Leerrohr und verteilte sich im gesamten Gebäude. Die Hitze im Rohr war so stark, dass eine Wasserleitung in der Decke des ersten Stocks platzte. Das Wasser drückte die Decke teilweise ein, sodass Teile davon herausbrachen. Das ausströmende Wasser lief in die darunter liegenden Gewerberäume und beschädigte dort die Einrichtung.
Die Feuerwehr musste schnell handeln und mehrere Menschen aus dem verrauchten Haus retten. Drei Menschen wurden vor Ort medizinisch versorgt. Eine Person wurde mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht.
Weil der Rauch so stark war, sperrten die Einsatzkräfte den Bereich weiträumig ab. Das hatte große Auswirkungen auf den Verkehr: Zwischen den Haltestellen Marktplatz und Abendakademie kam der Bahnverkehr in beide Richtungen komplett zum Erliegen.
Der Sachschaden an den Gewerbeeinheiten wird auf mehrere Tausend Euro geschätzt. Wie hoch der Gesamtschaden am Gebäude und im Inneren ist, ist noch nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an.