Borken plant neue Stolpersteine für das Jahr 2027
Die Planung für die Gedenksteine im Boden beginnt extrem früh. Fast ein Jahr im Voraus müssen die Details geklärt werden. Deshalb ruft die Initiative jetzt dazu auf, Geld zu spenden oder Patenschaften zu übernehmen.
Im Jahr 2027 wird es zwei Termine geben. Am Dienstag, den 8. Juni 2027, sollen in Borken (Hessen) insgesamt 16 Stolpersteine verlegt werden. Diese erinnern an Menschen aus den Familien Lehrberger, Appel und Buchheim. Einige von ihnen wurden 1941 nach Riga deportiert und dort ermordet, andere konnten rechtzeitig in Länder wie Kolumbien, Südafrika oder England fliehen.
Ein weiterer Termin folgt am Montag, den 8. November 2027. Dann kommen erstmals auch in Dillich (Hessen) 11 Steine ins Erdreich. Hier wird an die Familien Israel und Wolff erinnert. Auch hier gibt es tragische Schicksale, wie das von Nanny Israel, die 1942 in Theresienstadt ermordet wurde, während andere Familienmitglieder nach New York oder Chicago flüchten konnten.
Die Steine des Künstlers Gunter Demnig sollen an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Damit das Projekt klappt, wird finanzielle Hilfe benötigt. Jeder einzelne Stein kostet 120 Euro. Außerdem gibt es ein Rahmenprogramm mit Gedenkveranstaltungen. Diese sollen vermutlich im historischen Rathaus, im Glashaus des Sichtbar e.V. und in der Synagoge Felsberg stattfinden.
Die Vorbereitungen laufen komplett ehrenamtlich. Wer helfen will, kann Spenden oder Patenschaften direkt auf das Konto des Sichtbar e.V. (DE28520534580000029264) überweisen. Bei Angabe der Adresse gibt es eine Spendenquittung. Ohne diese Unterstützung könne das Projekt zur Aufarbeitung der jüdischen Geschichte vor Ort nicht realisiert werden.
Fragen beantwortet Jörg Domes unter der E-Mail [email protected] oder telefonisch unter 0173 6555456.
Quelle: Borken – zur Originalmeldung