Bonn: Unfallflucht führt zu Festnahme und Drogenfund
Am Mittwochmorgen gegen 9:30 Uhr bemerkten Zeugen in der Pipinstraße in Bonn (Nordrhein-Westfalen) einen VW Polo, der im Eingangsbereich eines Grundstücks stand. Das Auto sah schlimm aus: Es gab mehrere frische Unfallschäden und ein Reifen war massiv beschädigt. Zudem fehlte das vordere Kennzeichen, und das Schild am Heck passte überhaupt nicht zum Wagen. Die Fahrer waren bereits zu Fuß vom Ort geflohen.
Die Polizei suchte sofort die Umgebung ab. Dank eines Hinweises aus der Bevölkerung fanden Beamte der City-Wache zwei Verdächtige direkt in der Nähe. Einer davon war ein 23-Jähriger. Bei ihm fanden die Polizisten den passenden Schlüssel für den VW Polo. Der Mann wirkte zudem so, als hätte er Alkohol getrunken oder Drogen genommen. Deshalb ordnete ein Richter eine Blutprobe an.
Bei der Überprüfung kam schnell heraus, dass der Wagen gar nicht zugelassen war und somit keinen Versicherungsschutz hatte. Außerdem stellte die Polizei fest, dass gegen den 23-Jährigen bereits ein Haftbefehl vorlag. Nachdem alle Maßnahmen abgeschlossen waren, wurde er in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Die Ermittler hatten zudem Hinweise, dass in der Wohnung des Fahrzeuginhabers Drogen sein könnten. Der Mann ist 37 Jahre alt. Die Staatsanwaltschaft Bonn ließ daraufhin eine Durchsuchung anordnen. Noch am selben Vormittag durchsuchten Beamte die Wohnung des Mannes in Bonn-Castell. Dort fanden sie eine größere Menge verschiedener Drogen sowie eine Schreckschusswaffe inklusive Munition und nahmen alles sicher.
Die zuständigen Fachkommissariate der Bonner Polizei führen die Ermittlungen weiter. Ob und inwieweit sich die beiden Männer strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.