Bonn meldet Zuwachs bei den Arbeitsplätzen
In Bonn (Nordrhein-Westfalen) läuft es wirtschaftlich derzeit recht gut. Das zeigt der neue Jahreswirtschaftsbericht 2026, den Oberbürgermeister Guido Déus, die Wirtschaftsförderin Victoria Appelbe und der Autor Dr. Matthias Schönert am Donnerstag, 3. September 2026, präsentiert haben.
Die Zahlen sprechen für die Stadt: Im Jahr 2025 kamen etwa 1.100 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze hinzu. Das ist ein Wachstum von 0,6 Prozent und liegt damit sogar über dem Durchschnitt von Nordrhein-Westfalen. Insgesamt gibt es in Bonn nun einen neuen Rekordwert von 195.321 Beschäftigten in diesem Bereich.
Besonders im Dienstleistungssektor ging es aufwärts. Hier gab es einen Zuwachs von 1.418 Stellen. Vor allem im Gesundheitswesen wurden viele neue Jobs geschaffen, nämlich 1.092. Auch in der IT, Kommunikation sowie bei technischen und wissenschaftlichen Dienstleistungen stiegen die Zahlen. Nicht so gut läuft es im verarbeitenden Gewerbe. Dort gingen 324 Stellen verloren, da die Firmen mit einem harten Wettbewerb kämpfen.
Ein großes Problem ist derzeit der Verkehr. Seit Anfang Juni 2026 ist die Nordbrücke komplett gesperrt. Oberbürgermeister Déus sagt, dass man dadurch gemerkt hat, wie wichtig ein flüssiger Verkehr für die Wirtschaft ist. Er hat deshalb eine sogenannte „Taskforce Nordbrücke“ gegründet, um den Verkehrsfluss zu verbessern.
Um die wichtigsten Firmen in der Stadt noch besser zu unterstützen, hat die Wirtschaftsförderung ein neues System eingeführt. Die 150 wichtigsten Unternehmen bekommen nun eine gezielte Betreuung. Das ist wichtig, weil diese Firmen durch ihre Gewerbesteuern eine große Stütze für den städtischen Haushalt sind.
Auch bei der Digitalisierung will Bonn punkten. Mit der Marke „Bonn for sure – European IT & Cybersecurity Hub“ soll die Stadt als Zentrum für IT-Sicherheit bekannt gemacht werden. Zudem gibt es neue Beratungsangebote zum Klimaschutz für Firmen. Seit April 2025 wurden so bereits 12 Klimapartnerschaften geschlossen.
Zuletzt blickte der Oberbürgermeister auf das Berlin/Bonn-Gesetz. Er hofft, dass eine Zusatzvereinbarung noch dieses Jahr fertig wird. Damit soll die Region offiziell als zweites Verwaltungszentrum Deutschlands festgeschrieben werden.
Den kompletten Bericht kann man auf der Internetseite der Stadt unter www.bonn.de/jahreswirtschaftsbericht nachlesen.
Quelle: Bonn – zur Originalmeldung