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Bonn und Rhein-Sieg suchen Lösungen gegen Fachkräftemangel

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Politiker, Firmen und Experten haben sich im Gustav-Stresemann-Institut getroffen. Im Fokus stand die Frage, warum es so schwer ist, passende Leute für die Jobs in der Region zu finden.

Am Mittwoch, den 2. September 2026, fand in Bonn (Nordrhein-Westfalen) der Arbeitsmarktdialog Bonn/Rhein-Sieg statt. Unter dem Motto „Fachkräfte: Mangel oder Mismatch?“ diskutierten Vertreter aus der Wirtschaft, der Politik und aus Bildungseinrichtungen über die Zukunft der Arbeit in der Region. Dabei ging es vor allem darum, ob es wirklich zu wenige Fachkräfte gibt oder ob die Qualifikationen der Bewerber einfach nicht zu den Anforderungen der Firmen passen.

NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann war ebenfalls dabei. Er sprach gemeinsam mit den Wirtschaftsförderinnen Victoria Appelbe aus Bonn und Regina Rosenstock aus dem Rhein-Sieg-Kreis über die Lage. Laumann betonte, dass man Kompetenzen besser sichtbar machen müsse. Sein Appell: Wer morgen Fachkräfte braucht, muss heute ausbilden. Zudem müsse man junge Leute nicht nur gewinnen, sondern auch in der Region halten.

Auch Bonns Oberbürgermeister Guido Déus und Landrat Sebastian Schuster warnten vor dem Stillstand. Déus wies darauf hin, dass Künstliche Intelligenz und die Digitalisierung die Arbeitswelt extrem schnell verändern. Es gehe also nicht nur darum, neue Leute zu finden, sondern die Menschen, die bereits da sind, für neue Aufgaben fit zu machen. Landrat Schuster ergänzte, dass besonders das Gesundheitswesen, der Handel und das verarbeitende Gewerbe unter großem Druck stünden. In diesen drei Branchen arbeiten über 51 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Rhein-Sieg-Kreis.

Nach den Reden gab es praktische Workshops. Dort wurde besprochen, wie man Fachkräfte aus dem Ausland besser integrieren kann und wie man Potenziale im eigenen Land ausschöpft. Auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei der Personalsuche wurde diskutiert. Zum Abschluss knüpften die Teilnehmer beim Networking neue Kontakte.

Organisiert wurde die Veranstaltung durch das „Bündnis für Fachkräfte Bonn/Rhein-Sieg“. Dieser Zusammenschluss soll eine bessere Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Partnern der Region schaffen. Gefördert wird das Projekt durch Gelder aus der EU und vom Land Nordrhein-Westfalen. Weitere Informationen gibt es unter www.buendnis-fuer-fachkraefte.de.

Quelle: Bonn – zur Originalmeldung

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