Bonn: Demonstranten kleben sich an Zufahrten fest
Am frühen Freitagmorgen gegen 05:40 Uhr gab es in Bonn (Nordrhein-Westfalen) im Gewerbegebiet Beuel-Ost Ärger an einer Firma. Der Pförtner eines Betriebes an der Pützchens Chaussee bemerkte eine Gruppe von Menschen direkt an der Werkzufahrt und rief die Polizei.
Als die Beamten eintrafen, fanden sie zunächst rund 20 Menschen an verschiedenen Stellen rund um das Gelände. Dann stellte sich heraus, dass zwölf von ihnen ihre Hände auf der Fahrbahn festgeklebt hatten. Um die Blockade zu lösen, holte die Polizei Unterstützung von der Bereitschaftspolizei und einer technischen Einheit dazu. Einige Demonstranten lösten sich selbst vom Boden, andere mussten von den Einsatzkräften befreit werden.
Insgesamt waren 30 Teilnehmer an der Aktion beteiligt. Zehn Menschen konnten die Polizei direkt vor Ort entlassen. Die anderen 20, die unmittelbar vor den Zufahrten gestanden hatten, wurden zur Feststellung ihrer Personalien ins Polizeipräsidium gebracht. Dort wurden sie erkennungsdienstlich behandelt.
Durch die Aktion kam es im Gewerbegebiet Beuel-Ost zu Verkehrsbehinderungen. Später am Tag gab es dann eine weitere Versammlung am Landgrabenweg, ganz in der Nähe vom Polizeipräsidium. Dort waren die Beamten noch im Einsatz.
Die Polizei hat nun Ermittlungsverfahren eingeleitet. Es wird geprüft, ob die Teilnehmer gegen das Versammlungsgesetz oder andere Gesetze verstoßen haben. Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.