Bonn plant großen Umbau der Stadtverwaltung
In Bonn (Nordrhein-Westfalen) soll die Stadtverwaltung ordentlich umgebaut werden. Oberbürgermeister Guido Déus hat einen Plan vorgelegt, wie die Ämter künftig verteilt werden. Grund für die Änderungen ist laut Déus, dass die bisherige Struktur nicht mehr passt. Als Beispiel nannte er die Sperrung der Nordbrücke, bei der deutlich geworden sei, dass die Zuständigkeiten besser gebündelt werden müssen.
Die größte Neuerung ist das neue Dezernat VI. Dieses soll sich komplett um Bauen, Mobilität und Stadtplanung kümmern. Dafür werden das Stadtplanungsamt, das Bauordnungsamt und das Tiefbauamt zusammengefasst. Für die Leitung dieser neuen Abteilung soll eine neue Stelle geschaffen und über eine Personalberatung besetzt werden.
Auch andere Bereiche werden verschoben. Das Dezernat III wird aufgeteilt und konzentriert sich künftig nur noch auf Umwelt, Klima und Gesundheit. Das Gesundheitsamt wechselt dafür in diesen Bereich. Das Dezernat II wird zum „Dezernat für Wirtschaft und Finanzen“ und übernimmt die Wirtschaftsförderung sowie das Referat Stadtförderung.
Im Sozialbereich gibt es ebenfalls Änderungen: Das Amt für Integration und Vielfalt zieht in das Dezernat für Schule, Soziales und Jugend um. Das Dezernat I kümmert sich künftig um die allgemeine Verwaltung, Ordnung und den Bürgerservice. Hier kehrt das Personal- und Organisationsamt zurück, nachdem es eine Zeit lang direkt beim Oberbürgermeister angesiedelt war. Zudem kommt das Amt für Recht, Versicherung und Datenschutz hinzu.
Auch im eigenen Bereich ändert der Oberbürgermeister einiges. Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wird direkt an ihn gebunden, um die Kommunikation zu verbessern. Das Beteiligungsmanagement wird ebenfalls eine Stabstelle direkt beim OB, damit Entscheidungen schneller fallen können. Das Amt für Internationales wird umbenannt und übernimmt künftig auch die Themen rund um Bundes- und Länderangelegenheiten.
Einzig das Dezernat für Sport und Kultur bleibt so, wie es ist. Die zuständige Beigeordnete, Dr. Birgit Schneider-Bönninger, muss sich am 24. September zur Wiederwahl stellen.
Damit der Plan funktioniert, muss die Stadtsatzung geändert werden. Der Hauptausschuss berät darüber am 17. September, bevor der Stadtrat am 24. September final entscheiden soll. Wenn alles klappt und der Personalrat zustimmt, soll die neue Struktur am 1. November starten.
Quelle: Bonn – zur Originalmeldung