Bonn: Beethovenstiftung fördert jetzt gezielt junge Künstler
Die Beethovenstiftung für Kunst und Kultur in Bonn (Nordrhein-Westfalen) ändert ihre Strategie. Sie will wieder stärker als Förderstiftung auftreten. Unter dem Namen „place to b“ unterstützt sie ab sofort Künstler, Ensembles und Institutionen dabei, sich beruflich weiterzuentwickeln. Dabei geht es nicht nur um das musikalische Können, sondern auch darum, wie man sich in der heutigen Zeit wirtschaftlich und gesellschaftlich behauptet.
Kuratoriumsvorsitzender Thomas Baerens betont, dass Talent allein oft nicht mehr reicht. Die Stiftung will deshalb auch unternehmerisches Denken und Vernetzung fördern. Das Programm richtet sich vor allem an Profis in der frühen Berufsphase, besonders im Bereich Musik. Neben der direkten Unterstützung von Projekten gibt es nun auch Coachings und Weiterbildungen.
Ein großes Projekt startet im Dezember 2026: Die sogenannten „Beethoven Hubs“. Hier arbeiten das Beethovenfest, das Beethoven-Haus und das Beethoven Orchester zusammen. Jedes Jahr sollen rund 15 Nachwuchsmusiker in vier verschiedenen Themenbereichen gefördert werden. In Workshops und Mentoring-Programmen lernen sie, wie moderne Konzerte aussehen und wie sie ihre Karriere nachhaltig planen.
Ein weiteres Beispiel für die neue Richtung ist das Musiktheaterprojekt „La Jeune Parque“ des Ensembles BRuCH. Das Stück verbindet Klang, Bewegung und Elektronik. Nach Proben in Bonn soll die Uraufführung im September 2026 in Köln stattfinden.
Wer gefördert werden möchte, kann Anträge digital bei der Stiftung einreichen. Für künstlerische Projekte gibt es eine Frist: Die Unterlagen müssen bis zum 1. September für das nächste Jahr vorliegen. Anträge für die sogenannte Strukturförderung, also Hilfen für das künstlerische Unternehmertum, können jederzeit abgegeben werden. Die Vergabe der Gelder hängt von den verfügbaren Mitteln ab.
Weitere Informationen gibt es auf der Webseite www.beethovenstiftung-bonn.de.
Quelle: Bonn – zur Originalmeldung