Bodo-Tarif: Bus- und Bahntickets werden teurer
Wer in Ravensburg (Kreis Ravensburg, Baden-Württemberg) mit dem Bus oder der Bahn unterwegs ist, muss bald mehr bezahlen. Zum 1. August erhöht der Verkehrsverbund bodo die Preise für seine Fahrkarten. Im Durchschnitt steigen die Kosten um 3,9 Prozent. Das ist zwar weniger als im Vorjahr, aber die Fahrgäste spüren die Erhöhung trotzdem im Geldbeutel.
Ein Beispiel zeigt die Änderung deutlich: Ein Einzelfahrschein für Erwachsene innerhalb einer Tarifzone kostet im Barverkauf künftig 3,10 Euro statt bisher 3,00 Euro. Wer eine Gruppentageskarte für das gesamte Netz kauft, zahlt statt 23,80 Euro nun 24,80 Euro. Fast alle Tickets des bodo-Tarifs sind betroffen. Nur die Zusatzoptionen zum Deutschlandticket bleiben preisstabil.
Der bodo-Geschäftsführer Bernd Hasenfratz erklärt, dass vor allem die hohen Energiepreise und allgemeine Preissteigerungen der Grund für den Schritt sind. Die Behörden haben die Erhöhung bereits Mitte Juni genehmigt.
Um den Fahrgästen entgegenzukommen, setzt der Verbund verstärkt auf digitale Angebote. Wer die bodo-eCard nutzt, profitiert von einem Digitaltarif, der 30 Prozent günstiger ist als der Kauf in bar. Zudem gibt es ab August einen Preisdeckel: Wer mit der eCard fährt, zahlt maximal 72 Euro pro Monat, egal wie oft er im bodo-Gebiet unterwegs ist.
Ähnliche Vorteile gibt es für Nutzer des Check-in/Check-out-Systems (CiCoBW). Wer sich per App beim Ein- und Aussteigen anmeldet, bekommt ebenfalls den günstigeren Digitaltarif und profitiert vom gleichen Preisdeckel von 72 Euro im Monat.
Der Verbund weist darauf hin, dass für viele Menschen das Deutschlandticket für 63 Euro im Monat weiterhin die günstigste Lösung bleibt, besonders wenn es als Jobticket noch preiswerter ist.
Die vollständigen neuen Tarifbestimmungen sind ab dem 1. August auf der Webseite www.bodo.de abrufbar. Dort können Nutzer auch individuelle Verbindungen und die neuen Preise abfragen.
Quelle: Ravensburg – zur Originalmeldung