Zum Inhalt springen
newssofort.de

Bodensee: Polizei und DLRG warnen vor gefährlichen Badestellen

Vor den Sommerferien geben die Wasserschutzpolizei und die DLRG wichtige Tipps für den Bodensee. Ein falscher Sprung oder plötzliches Wetter können lebensgefährlich werden.

Ein sonniger Tag am Bodensee (Binnengewässer in Südwestdeutschland, Österreich und der Schweiz) kann täuschen. Die Wasserschutzpolizei Baden-Württemberg und die DLRG warnen gemeinsam vor Risiken, die viele Badegäste unterschätzen. Besonders gefährlich sind plötzliche Föhnlagen. Diese starken Fallwinde können innerhalb weniger Minuten für hohe Wellen, Sturm und schlechte Sicht sorgen. Wer im Wasser ist, sollte bei einer Sturmwarnung sofort ans Ufer zurückkehren.

Auch der Einstieg ins Wasser ist riskant. Wer überhitzt ist oder gerade intensiv in der Sonne lag, sollte nicht sofort hineinspringen. Der Körper muss sich langsam an die Temperatur gewöhnen, sonst drohen Kreislaufprobleme oder Krämpfe. Die Experten raten dazu, zuerst Arme, Beine und den Nacken zu benetzen. Zudem sollte man vor dem Schwimmen auf schwere Mahlzeiten und Alkohol verzichten.

Besonders für Kinder und Nichtschwimmer gibt es strikte Regeln. Luftmatratzen oder aufblasbare Tiere bieten keinen Schutz vor dem Ertrinken und treiben bei Wind schnell weg. Da der See oft schon nach wenigen Metern steil abfällt, müssen Kinder immer unter aktiver Aufsicht stehen. Die DLRG empfiehlt, bewachte Badestellen mit Wachstationen zu nutzen.

Ein großes Problem ist der Schiffsverkehr. In Fahrrinnen oder Hafeneinfahrten zu schwimmen, ist lebensgefährlich, da Kapitäne Schwimmer durch Wellen oder Sonnenreflexe leicht übersehen. Rund um Schiffsanleger gilt ein Badeverbot von 100 Metern. Wer weiter als 300 Meter vom Ufer entfernt schwimmt, muss gesetzlich eine Schwimmboje mitführen, damit er besser gesehen wird.

Auch an Land gibt es Gefahren. Die Polizei warnt vor Sprüngen von Brücken oder Ufermauern, etwa im Herosepark. Da der Wasserstand derzeit niedrig ist, ist die Tiefe oft unberechenbar. Zudem können glitschige Steine zu Stürzen führen. Im flachen Wasser gibt es zudem die Quagga-Muschel. Deren scharfe Schalen verursachen Schnittwunden, weshalb Badeschuhe sinnvoll sind.

Für Wassersportler gelten klare Regeln: Motorboote brauchen eine Zulassung. SUPs, Kanus oder Segelbretter müssen mit Namen und Adresse gekennzeichnet sein. Wer mit diesen Geräten die 300-Meter-Zone verlässt, muss eine Schwimmhilfe dabei haben. Im Seerhein und Hochrhein ist zudem die starke Strömung zu beachten.

Die Behörden hoffen, durch diese Hinweise Unfälle in der kommenden Ferienzeit zu vermeiden. Weitere Informationen zu sicheren Badestellen gibt es bei den DLRG-Ortsgruppen.

Quelle: Polizeipräsidium Einsatz – zur Originalmeldung

← Zurück zur Übersicht

Aus dem Umkreis: Bodenseekreis

Alle ansehen