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Bochum: Projekt Kurve kriegen hilft Jugendlichen

Seit zehn Jahren unterstützt eine Initiative junge Menschen in Bochum, Herne und Witten dabei, nicht in die Kriminalität abzurutschen.

In Bochum (Nordrhein-Westfalen), Herne und Witten setzt sich das Team von „Kurve kriegen“ für Kinder und Jugendliche zwischen acht und achtzehn Jahren ein. Das Ziel ist es, junge Menschen, die gefährdet sind, wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Je früher die Betreuer eingreifen, desto besser sind die Chancen, die Jugendlichen vor einer kriminellen Laufbahn zu bewahren.

Seit dem Start am 1. Juli 2016 hat die Initiative in den drei Städten bereits mehr als 100 junge Menschen unterstützt. Dabei geht es nicht nur um schnelle Lösungen, sondern um eine langfristige Begleitung. Die pädagogischen Fachkräfte bauen über Jahre hinweg eine stabile Beziehung zu den Jugendlichen auf. Sie begleiten sie zu Gerichtsterminen, sprechen mit Eltern, Geschwistern oder Lehrern und helfen bei der Lösung von Konflikten.

Auch die berufliche Zukunft steht im Fokus. Die Betreuer unterstützen die Jugendlichen bei Bewerbungen oder vermitteln Praktika. Damit das Projekt funktioniert, arbeitet das Team eng mit den örtlichen Jugendämtern, der Jugendgerichtshilfe, Schulen und dem Jobcenter zusammen.

Finanzielle und praktische Hilfe kommt aus verschiedenen Quellen. Die Overdyck Jugendhilfe unterstützt die örtliche Initiative regelmäßig. Zuletzt spendete der Leo-Club Wanne-Eickel „Dickköppe“ 5.000 Euro, die durch den Verkauf eines Cranger Kirmes-Kalenders eingenommen wurden. Zudem gibt es ein Graffiti-Projekt mit einem lokalen Künstler, und Simon Zoller vom VfL Bochum fungierte als Botschafter für die Initiative.

Die Verantwortlichen ziehen eine positive Bilanz aus den zehn Jahren in Bochum und wollen die Arbeit mit vollem Einsatz fortsetzen.

Quelle: Polizei Bochum – zur Originalmeldung

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