Bocholt führt digitales Parken am Theodor-Heuss-Ring ein
In Bocholt (Kreis Borken, Nordrhein-Westfalen) wird das Parken in der Innenstadt digitaler. Die Stadtverwaltung hat am Parkplatz westlich des Theodor-Heuss-Rings nun 74 intelligente Sensoren im Boden installiert. Damit wird das Messnetz der Stadt planmäßig erweitert.
Bereits zuvor wurden auf den Flächen zwischen der Dietrichstraße und der Hermannstraße erste Sensoren angebracht. Nun folgt der zweite Standort. Die Technik funktioniert über Magnetfelder: Die Sensoren merken sofort, wenn ein Auto auf den Platz fährt oder ihn wieder verlässt. Die eingebauten Batterien halten laut Stadtverwaltung mehrere Jahre lang.
Die Daten von beiden Standorten fließen in ein zentrales Netzwerk. Das System berechnet ständig, wie viele Plätze noch frei sind. Diese Informationen sollen die Autofahrer bald über die Internetseite der Stadt und über Apps abrufen können. Das Ziel ist es, den Suchverkehr im Zentrum zu reduzieren. Wer vorher weiß, wo es frei ist, muss nicht mehr ziellos durch die Straßen fahren.
Hany Omar, der Chief Digital Officer der Stadt, sieht in den zwei Teststandorten eine wichtige Grundlage. Die Erkenntnisse aus der Praxis sollen helfen, das System später auf das gesamte Stadtgebiet auszuweiten. Das Ganze ist Teil der Digitalstrategie der Stadt.
Zusätzlich testet Bocholt, ob man die Daten auch mit den Ladesäulen für Elektroautos verknüpfen kann. So soll sichtbar werden, wenn ein Auto an einer Säule steht, aber gar nicht geladen wird und den Platz unnötig blockiert.
Quelle: Bocholt – zur Originalmeldung