Blauzungenkrankheit im Landkreis Nienburg: Impfung für Tiere empfohlen
In einem Betrieb im Landkreis Göttingen wurde das Blauzungenvirus (Serotyp 8) nachgewiesen. Weil das Virus gefährlich ist, gibt es nun strenge Regeln für den Transport von Tieren. Um den betroffenen Betrieb wurde eine sogenannte Restriktionszone mit einem Radius von 150 Kilometern gezogen. Ein großer Teil des Landkreises Nienburg (Niedersachsen) liegt nun in diesem Bereich.
Die Zone verläuft von Südwest nach Nordost durch den Landkreis. Nur der Raum nördlich von Warpe und Eystrup ist davon nicht betroffen. Für Halter von Rindern, Schafen und Ziegen sowie von Lamas, Alpakas und Kamelen bedeutet das: Wenn die Tiere aus der Zone in andere Gebiete Deutschlands oder in die EU gebracht werden sollen, gibt es Einschränkungen. Innerhalb der Zone dürfen die Tiere weiterhin normal bewegt werden. Diese Regeln gelten nur für den Serotyp 8; beim Serotyp 3 gibt es aktuell keine Verbote.
Für Menschen ist die Krankheit ungefährlich. Auch Fleisch oder Milch von kranken Tieren können bedenkenlos gegessen werden. Für die Tiere selbst ist die Lage ernst: Die Krankheit verursacht großes Leiden und kann zum Tod führen. Deshalb empfiehlt das Veterinäramt, die Tiere impfen zu lassen. Das kann die Krankheit abmildern oder Todesfälle verhindern.
Die Blauzungenkrankheit muss sofort gemeldet werden. Die Tiere werden deshalb nicht einfach getötet, sondern bei der Seuchenbekämpfung betreut. Wer kranke Tiere bemerkt oder einen Verdacht hat, soll sich sofort beim Veterinäramt des Landkreises Nienburg melden. Erreichbar ist die Behörde unter der Telefonnummer 05021/967113 oder per E-Mail unter [email protected].
Weitere Details zu den Transportregeln gibt es auf der Internetseite www.tierseucheninfo.niedersachsen.de.