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Blauzungenkrankheit: Handelsbeschränkungen für den Landkreis Börde

Foto: pixabay.com

Ein Fall in Niedersachsen sorgt für Ärger bei Tierhaltern im Landkreis Börde. Wegen einer neuen Sperrzone gelten nun Regeln beim Transport von Vieh.

In einem Rinderbetrieb im niedersächsischen Landkreis Göttingen wurde am 17. Juli 2026 das Blauzungenvirus (Serotyp 8) nachgewiesen. Das hat direkte Folgen für die Nachbarschaft: Der gesamte Landkreis Börde (Sachsen-Anhalt) liegt nun in einer sogenannten 150-Kilometer-Restriktionszone.

Für Tierhalter bedeutet das, dass es beim Transport von empfänglichen Tieren Einschränkungen gibt. Wer seine Tiere innerhalb der Restriktionszone bewegt, kann dies weiterhin ohne Probleme tun. Wer seine Tiere jedoch aus der Zone heraus in Gebiete transportieren will, die frei von diesem Virus sind, muss sich an bestimmte Auflagen und Beschränkungen halten.

Die Blauzungenkrankheit betrifft vor allem Rinder, Schafe und Ziegen, aber auch Wildtiere oder Alpakas. Übertragen wird die Seuche durch Gnitzen, eine Art von blutsaugenden Mücken. Das passiert meistens bei feuchtwarmem Wetter. Die Tiere bekommen Fieber, werden teilnahmslos oder haben Probleme beim Laufen. Bei Rindern fallen die Symptome oft weniger stark auf als bei Schafen oder Ziegen, aber die Milchmenge sinkt häufig.

Im Landkreis Börde selbst gibt es bisher keine bestätigten Fälle bei Rindern, Schafen oder Ziegen. Für Menschen ist der Erreger nicht gefährlich.

Die Behörden raten Tierhaltern, ihre Bestände genau zu beobachten. Wer Symptome bemerkt, soll sofort das Amt für Gesundheit und Verbraucherschutz des Landkreises Börde informieren. Als beste Schutzmaßnahme gilt die Impfung. Da die verschiedenen Typen des Virus unterschiedlich sind, empfiehlt die Verwaltung, sich nach Absprache mit dem Tierarzt auch gegen den Typ BTV-8 impfen zu lassen.

Wer Fragen zu den Transportregeln oder zum Schutz der Tiere hat, kann das Sachgebiet Veterinärwesen unter der Telefonnummer 03904-7240 4318 erreichen.

Quelle: Landkreis Börde – zur Originalmeldung

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