Landkreis Börde investiert in den Erhalt seiner Wälder
Im Landkreis Börde (Sachsen-Anhalt) wird massiv in die Zukunft der Wälder investiert. In verschiedenen Gebieten, vor allem in den Gemarkungen Altbrandsleben und Beckendorf/Neindorf, laufen derzeit mehrere Projekte zur Wiederaufforstung und Pflege.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Waldgebiet „Hohes Holz“. Dort werden unter anderem Traubeneichen, Rotbuchen, Winterlinden und Vogelkirschen gepflanzt. So wurden beispielsweise in Beckendorf/Neindorf auf verschiedenen Flächen wie der Abteilung 1061/92 oder Flur 4 neue Bäume gesetzt. In Altbrandsleben kamen zudem Küstentannen und Rotbuchen zum Einsatz. Neben dem Pflanzen wird auch die Kulturpflege betrieben, bei der die jungen Bäume manuell oder mit Maschinen gepflegt werden. Auf einer Fläche von 11,16 Hektar im Hohen Holz fließen dafür knapp 8.879 Euro.
Besonderes Augenmerk liegt auf dem Naturschutz. In mehreren Projekten werden sogenannte Biotopbäume und Totholz geschützt. Das bedeutet, dass diese Bäume nicht gefällt werden. Für diese Maßnahmen stellt der Landkreis im „Hohen Holz“ und im Gebiet „Hohes Holz bei Eggenstedt“ insgesamt mehrere Gruppen von Eichen und Buchen zur Verfügung. In einem Projekt sind es 113 Bäume, in anderen 123, 87 oder sogar 153 Exemplare. Damit wird der Lebensraum für Tiere und Pflanzen gesichert.
Finanziert werden diese Arbeiten größtenteils durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Die Summen für die einzelnen Maßnahmen variieren stark: Während kleinere Aufforstungen etwa 3.963 Euro kosten, liegen die Förderungen für den Verzicht auf die Nutzung von Biotopbäumen teilweise bei über 38.000 Euro.
Die Liste der Projekte zeigt, dass die Maßnahmen über einen langen Zeitraum geplant sind. Einige Bescheide datieren aus dem Jahr 2020, während andere erst für 2025 oder 2026 vorgesehen sind. Damit ist sichergestellt, dass die Wälder im Landkreis langfristig erhalten bleiben.