Blaufelden und weitere Gemeinden digitalisieren ihre Ämter
Wer gerade umgezogen ist, hat meist schon genug Stress. Ein Gang zum Amt, um den neuen Wohnort anzumelden, ist dann oft das Letzte, was man will. In Blaufelden (Landkreis Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg) und 21 weiteren Gemeinden im Landkreis soll das künftig einfacher werden. Viele Behördengänge lassen sich dort bereits online erledigen.
So können Bürger zum Beispiel eine Geburtsurkunde beantragen oder eine Meldebescheinigung anfordern, ohne das Rathaus betreten zu müssen. Grundlage dafür ist das Onlinezugangsgesetz. Dieses Gesetz verpflichtet den Staat, Verwaltungsleistungen digitaler und nutzerfreundlicher zu machen. Die meisten dieser Dienste laufen über die Plattform „Service-BW“, die als zentraler Zugang für ganz Baden-Württemberg dient.
Damit die Digitalisierung in den Gemeinden auch wirklich voranreitet, gibt es Unterstützung durch eine E-Government-Koordinatorin. Svenja Luther hilft den Kommunen im Landratsamt bei der Umsetzung der Projekte. Ursprünglich hatte das Land Baden-Württemberg die Stelle bezahlt. Da diese Förderung nun ausgelaufen ist, haben sich 22 Städte und Gemeinden im Oktober 2025 dazu entschieden, die Kosten für die Koordination gemeinsam selbst zu tragen.
Um die Zusammenarbeit zu steuern, gibt es eine Lenkungsgruppe. Darin sitzen neben Frau Luther und der Fachbereichsleitung Digitalisierung Stefanie Kalinowski auch die Bürgermeister von Rosengarten, Michelfeld und Michelbach/Bilz. Die Idee ist, dass sich die Orte gegenseitig austauschen und gemeinsam Lösungen finden, statt dass jeder alles neu erfinden muss.
Neben Blaufelden nehmen auch Braunsbach, Bühlertann, Bühlerzell, Fichtenau, Fichtenberg, Frankenhardt, Gerabronn, Ilshofen, Kirchberg/Jagst, Mainhardt, Michelbach/Bilz, Michelfeld, Oberrot, Obersontheim, Rosengarten, Schrozberg, Stimpfach, Sulzbach-Laufen, Untermünkheim, Vellberg und Wolpertshausen an diesem Zusammenschluss teil.
Quelle: Blaufelden – zur Originalmeldung