Bingen und Nachbarorte kaufen gemeinsam Fahrzeugsperren
In Bingen am Rhein (Landkreis Mainz-Bingen, Rheinland-Pfalz) wurde am Dienstag ein wichtiger Vertrag unterschrieben. Im Sitzungssaal der Burg Klopp trafen sich Vertreter aus Bingen, Ingelheim am Rhein, Bad Kreuznach und der Verbandsgemeinde Gau-Algesheim. Die Städte wollen künftig enger zusammenarbeiten, um die Sicherheit bei Veranstaltungen zu erhöhen.
Im Kern geht es darum, dass Autos nicht mehr einfach in Menschenmengen einfahren können. Dafür kaufen die Kommunen mobile Fahrzeugsperren. Geplant sind acht Systeme vom Typ „Armis One“ und vier Anlagen vom Typ „Armis Go“ oder ähnliche Modelle. Diese Sperren sollen bei Festen oder anderen riskanten Lagen eingesetzt werden, damit ein einheitlicher Sicherheitsstandard in der ganzen Region herrscht.
Die gemeinsame Anschaffung hat vor allem finanzielle Gründe. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 220.000 Euro. Würde jede Stadt einzeln kaufen, wäre das teurer. Durch den Zusammenschluss verteilen sich die Kosten für den Kauf und die Lagerung auf alle Beteiligten. Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt das Projekt mit einer Förderung von 140.000 Euro. Eine Bedingung für das Geld war, dass die Städte einen verbindlichen Vertrag unterschreiben – das ist nun geschehen.
Organisiert wird das Ganze von Bingen aus. Das dortige Ordnungsamt koordiniert die Nutzung, und der Servicebetrieb der Stadt Bingen lagert die Sperren zentral ein. Oberbürgermeister Thomas Feser betonte bei der Unterzeichnung zwar den Nutzen der Kooperation, stellte aber auch klar, dass es niemals eine hundertprozentige Sicherheit geben könne.
Nach der Vertragsunterzeichnung wird nun der Kauf der Sperren eingeleitet. Weitere Angaben zum genauen Zeitplan der Lieferung liegen bislang nicht vor.