Bingen am Rhein: Warnung vor Spaziergängen im Flussbett
Im Binger Loch (Landkreis Mainz-Bingen, Rheinland-Pfalz) führt der Rhein momentan sehr wenig Wasser. Dadurch kommen Kiesbänke und Teile des Flussbetts zum Vorschein. Die Mäuseturminsel wirkt dadurch für Spaziergänger fast so, als könne man sie einfach zu Fuß erreichen.
Oberbürgermeister Thomas Feser warnt jedoch davor, den Fluss zu betreten. Er betont, dass der Rhein kein Wanderweg sei. Das Binger Loch gehört auch bei Niedrigwasser zu den gefährlichsten Stellen des gesamten Flusses. Ein Ausflug zu Fuß könnte tödlich enden.
Die Gefahr liegt vor allem an den tückischen Strömungen, die man von außen kaum einschätzen kann. Wenn große Schiffe vorbeifahren, kann der Wasserspiegel plötzlich ansteigen. Betroffene könnten dann innerhalb weniger Minuten vom festen Boden abgeschnitten werden. Zudem ist der Untergrund oft schlammig, rutschig oder mit Algen bewachsen. Es gibt tiefe Rinnen im Boden, die man nicht sofort sieht.
Neben der Gefahr für Leib und Leben gibt es auch rechtliche Gründe: Der derzeit trockengefallene Damm gehört zum Betriebsgelände des Wasser- und Schifffahrtsamtes. Das Betreten ist dort ausdrücklich verboten.
Wer trotzdem zur Mäuseturminsel und zum historischen Turm möchte, sollte die organisierten Schiffstouren der Bingen Tourismus & Kongress GmbH (TuK) nutzen. Diese starten am Binger Kulturufer. Die nächsten Termine für diese sicheren Fahrten sind der 27. September und der 25. Oktober. Informationen gibt es unter der Telefonnummer 06721-184-200 oder per E-Mail an [email protected].