Bingen am Rhein: Helfer retten junge Bäume im Wald
Im Binger Wald (Landkreis Mainz-Bingen, Rheinland-Pfalz) kämpfen die Bäume mit einer extremen Trockenheit. In den letzten drei Monaten hat es kaum geregnet. Die Kombination aus hohen Temperaturen und trockenen Winden hat die Böden komplett ausgetrocknet. Sogar die junge Naturverjüngung verbrennt unter der starken Sonne.
Um die jungen Eichen und Esskastanien zu retten, haben sich rund 30 Helfer zusammengetan. Die Gruppe bestand aus Menschen jeden Alters. Mit Gießkannen und Schläuchen haben sie einen Hektar der Wiederaufforstung gewässert. Insgesamt konnten so über 2.000 Bäume unterstützt werden. Auch der Rotary Club Bingen hat sich an der Aktion beteiligt, nachdem er bereits im November 2024 die Wiederaufforstung finanziell und tatkräftig unterstützt hatte.
Die Binger Feuerwehr half bei der Aktion ebenfalls aus. Sie stellte ein befülltes Feuerwehrfahrzeug bereit, damit genügend Wasser für die Setzlinge vorhanden war.
Die Lage im Wald bleibt jedoch kritisch. Viele Buchen und Birken werfen bereits seit Ende Juli ihre Blätter ab, weil der Trockenstress zu groß ist. Das trockene Laub am Boden wirkt wie Zunder und erhöht die Gefahr von Waldbränden massiv. Deshalb sind alle Menschen, die den Wald besuchen, zur besonderen Vorsicht aufgerufen.
Revierförster Robin Feldmann warnt, dass viele Pflanzen gerade an ihrer Existenzgrenze leben. Es ist möglich, dass einige Bäume im nächsten Frühjahr gar nicht mehr austreiben. Laut Feldmann bleibe der aktive Klimaschutz die wichtigste Hilfe für den Wald.