Bingen am Rhein wird Namenspatin für Nahverkehrszug
Wer in nächster Zeit auf der Strecke zwischen Kaiserslautern und Mainz mit der Bahn fährt, wird vielleicht einen Zug entdecken, auf dem der Name und das Wappen von Bingen am Rhein (Landkreis Mainz-Bingen, Rheinland-Pfalz) prangen. Die Stadt ist seit einigen Wochen Namenspatin eines modernisierten Nahverkehrszuges.
Bingen ist dabei nicht allein. Insgesamt acht Kommunen sind neu als sogenannte Botschafter-Gemeinden hinzugekommen. Neben Bingen sind das Enkenbach-Alsenborn, Altenbamberg, Bretzenheim, Laubenheim, Imsweiler, Gensingen-Horrweiler und Bad Kreuznach. Damit sind nun insgesamt 15 Gemeinden der Region mit ihrem Namen und Wappen auf den Zügen vertreten.
Bei den Fahrzeugen handelt es sich um 15 runderneuerte Dieseltriebzüge der Baureihe VT 642. Die Züge bestehen aus zwei Teilen und haben 110 Sitzplätze. Sie schaffen eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h und legen jedes Jahr rund 1,3 Millionen Kilometer zurück. Die Technik wurde auf den neuesten Stand gebracht: Es gibt jetzt kostenloses WLAN, Steckdosen, eine bessere Videoüberwachung und LED-Lampen. Auch für Radfahrer wurde gesorgt, es gibt nun zwölf Stellplätze. Zudem informieren größere Monitore die Fahrgäste in Echtzeit über die Fahrt.
Oberbürgermeister Thomas Feser zeigte sich bei einem Fototermin am Binger Hauptbahnhof erfreut über die Partnerschaft. Er sieht darin ein Zeichen für die enge Verbindung der Stadt mit der Region. Viel wichtiger als die Optik sei jedoch der Nutzen für die Menschen vor Ort. Durch zusätzliche Direktverbindungen müssen Fahrgäste nicht mehr in Bad Münster am Stein-Ebernburg umsteigen. Das mache die Strecke für Pendler und Reiser zwischen Mainz und der Westpfalz deutlich attraktiver.