Billerbeck hat mehr Geld als gedacht
Die Stadt Billerbeck (Kreis Coesfeld, Nordrhein-Westfalen) hat ihren Finanzbericht für das Jahr 2025 vorgelegt. Das Ergebnis ist eine Überraschung: Eigentlich hatte die Stadt mit einem Minus von rund 490.000 Euro gerechnet. Stattdessen steht am Ende ein Plus von etwa 5,36 Millionen Euro. Damit kann die Stadt ihre Ausgleichsrücklage wieder auffüllen.
Der Hauptgrund für den Geldsegen sind die Gewerbesteuern. Die Stadt nahm rund 13,89 Millionen Euro ein, geplant waren eigentlich nur 8,9 Millionen Euro. Doch die Stadtverwaltung mahnt zur Vorsicht. Ein großer Teil dieses Geldes kommt aus einmaligen Nachzahlungen. Das bedeutet, dass die Einnahmen im nächsten Jahr wahrscheinlich nicht mehr so hoch ausfallen werden.
Auch bei den Ausgaben gab es Verschiebungen. Zwar kosteten Versicherungen mehr als gedacht, dafür konnte die Stadt beim Personal und bei anderen Dienstleistungen sparen. Zudem wurden Investitionen im Wert von 7,6 Millionen Euro einfach in die nächsten Jahre verschoben. Das Geld liegt zwar momentan auf dem Konto, muss aber bald ausgegeben werden.
Kämmerin Marion Lammers betont, dass die Lage trotzdem angespannt bleibt. Von den 32,4 Millionen Euro, die die Stadt auf den Konten hat, sind viele Beträge bereits fest verplant. Da sind zum Beispiel Fördergelder, Pensionsverpflichtungen oder künftige Rechnungen dabei. Wirklich frei verfügbar sind nach aktueller Rechnung nur etwa 7,2 Millionen Euro.
Für die Zukunft sieht es herausfordernd aus. Die Kosten für Kitas, Schulen und den Sozialbereich steigen. Gleichzeitig sind Baumaterialien teurer geworden. Von 2026 bis 2029 plant Billerbeck Investitionen von rund 30 Millionen Euro. Selbst mit dem vorhandenen Sondervermögen von 6,3 Millionen Euro bleibt eine große Finanzierungslücke von etwa 16,5 Millionen Euro.
Die Stadt hofft zwar auf bessere Zuweisungen vom Land und vom Bund, sieht diese Maßnahmen aber als nicht ausreichend an. Die Verwaltung will daher weiterhin genau prüfen, welche Ausgaben wirklich nötig sind und was man sich leisten kann.
Quelle: Billerbeck – zur Originalmeldung