Coesfeld: Promi-Mentor hilft Jugendlichen bei Tier-Olympiade
In der Bauerschaft Goxel (Coesfeld, Nordrhein-Westfalen) ging es kürzlich tierisch zu. Vier Jungs im Alter von zwölf bis sechzehn Jahren nahmen an einer speziellen Olympiade teil. Dabei standen nicht Sportgeräte im Mittelpunkt, sondern Tiere: Enten, Hunde, Kaninchen, Hühner und Schafe waren dabei. Besonders das Schaf Erna sorgte mit ihrem lautem Blöken für Stimmung.
Die Idee für den Tag kam von Melanie Mester. Sie ist Heilerziehungspflegerin und hat sich auf die Arbeit mit Tieren spezialisiert. Ihr Ziel war es, dass die Jugendlichen in der Natur lernen, geduldig zu sein und im Team zusammenzuarbeiten. Die Jungs mussten verschiedene Aufgaben lösen, zum Beispiel beim Eierlauf Geschick beweisen oder beim Dosenwerfen gegeneinander antreten. Auch knifflige Fragen, wie welches Tier einen Kamm trägt, mussten gemeinsam beantwortet werden.
Unterstützt wurden die Jugendlichen dabei von Mathias Mester. Er ist bereits im dritten Jahr als Botschafter und Mentor bei der Initiative „Kurve kriegen“ dabei. Er motivierte die Gruppe und half ihnen bei den Aufgaben. Am Ende mussten die Jungs noch ein Rätsel lösen, um den Ort einer Überraschung zu finden. Die Lösung war die Heuraufe, wo das Heu für die Schafe liegt.
Als Belohnung für die Teamleistung gab es in einem Garten ein Lagerfeuer mit Popcorn. Eine Polizistin begleitete die Gruppe und die Jungs dabei, als die Schafe zurück auf die Wiese geführt wurden.
Die Aktion gehört zum Programm „Kurve kriegen“. Hier arbeiten die Polizei und pädagogische Fachkräfte zusammen, um Kindern und Jugendlichen zwischen acht und 18 Jahren zu helfen. Kriminalhauptkommissarin Inga Brockmann von der Polizei Coesfeld erklärte, dass frühzeitige Unterstützung wichtig sei, damit junge Menschen nicht auf einen kriminellen Weg geraten. Das Programm wird vom Land Nordrhein-Westfalen finanziert, kann aber auch durch Spenden erweitert werden.