Bielefeld: Betrüger sammeln falsche Spenden an Haustür
Am Donnerstagmorgen gegen 10:15 Uhr klingelte es bei einer Frau in der Ravensberger Straße in Bielefeld (Nordrhein-Westfalen). Vor der Tür standen zwei Männer, die behaupteten, für eine gemeinnützige Hilfs- und Wohlfahrtsorganisation zu arbeiten. Um glaubwürdig zu wirken, trugen die beiden auch die passende Kleidung der Organisation. Sie erzählten der Frau, dass sie Spenden für ein Krankenhaus in Bielefeld sammeln würden.
Die Bewohnerin glaubte den Männern zunächst und gab ihnen Geld für den guten Zweck. Doch kurz nachdem die beiden weg waren, kam ihr die Sache komisch vor. Sie wurde misstrauisch und rief direkt beim Krankenhaus an, für das die Männer angeblich gesammelt hatten. Dort erfuhr sie schnell die Wahrheit: Es gab überhaupt keinen Auftrag für eine solche Spendensammlung.
Die Polizei warnt nun andere Menschen in der Stadt vor dieser Masche. Betrüger versuchen oft, ihre Opfer mit dramatischen Geschichten emotional zu packen und sie an der Haustür zu überrumpeln. Die Beamten raten deshalb dazu, die Tür einfach zu schließen, wenn man ein schlechtes Gefühl hat. Wer spenden möchte, könne dies später in Ruhe tun, nachdem er die Organisation geprüft hat.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.