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Bielefeld: Autofahrer drängt Motorradfahrer von der Straße

Ein Streit im Straßenverkehr in Jöllenbeck endete mit einem Unfall und einem Schlag gegen den Helm. Der Autofahrer verlor daraufhin seinen Führerschein.

Es war Donnerstagvormittag, kurz nach 10:30 Uhr, als es in Bielefeld-Jöllenbeck (Nordrhein-Westfalen) zu einem heftigen Konflikt auf der Straße kam. Ein 47-jähriger Mann aus Halle stand mit seinem Kia Sorento in der Dorfstraße in Richtung Jöllenbecker Straße im Stau vor einer roten Ampel.

Ein 64-jähriger Motorradfahrer aus Verl wollte nicht im Rückstau warten. Er nutzte eine Querungshilfe auf Höhe der Straße im Hage und fuhr unerlaubt linksseitig an den anderen Autos vorbei. Als er wegen des Verkehrs abbremsen musste, versuchte er, sich vor dem Kia wieder in die Spur einzuordnen.

Doch der Autofahrer ließ das nicht zu. Er lenkte seinen Kia weiter nach links, drängte den Motorradfahrer auf die Gegenseite und rammte die Suzuki SV 650. Durch den seitlichen Zusammenstoß stürzte der 64-Jährige von seinem Bike.

Nach dem Crash war der 47-Jährige jedoch nicht fertig. Er stieg aus seinem Wagen aus und schlug dem gestürzten Mann gegen den Helm. Der Motorradfahrer erlitt leichte Verletzungen. Seine Maschine war so stark beschädigt, dass sie abgeschleppt werden musste.

Als die Polizisten eintrafen, gab der Autofahrer zu, dass ihn die Fahrweise des Motorradfahrers wütend gemacht habe. Er räumte jedoch ein, dass sein eigenes Verhalten nicht in Ordnung war. Die Beamten nahmen ihm sofort den Führerschein weg und untersagten ihm die Weiterfahrt.

Nun muss sich der Mann für den gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr und die vorsätzliche einfache Körperverletzung verantworten. Ob und inwieweit er sich strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizei Bielefeld – zur Originalmeldung

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