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Bielefeld: Betrüger locken Seniorin mit Schockanruf

Einem Mann gelang es, einer älteren Frau in Bielefeld eine hohe Summe Geld abzuringen. Die Betrüger nutzten eine medizinische Notlage ihres Sohnes aus.

Es war Donnerstagnachmittag, der 30. Juli 2026, als das Telefon einer Seniorin in Bielefeld (Nordrhein-Westfalen) gegen 16:30 Uhr klingelte. Am anderen Ende der Leitung meldete sich ein Mann, der vorgab, Dr. Schröder zu sein. Er erzählte der Frau eine erschreckende Geschichte: Ihr Sohn leide an Darmkrebs im Endstadium. Ohne eine sofortige Behandlung würde er nur noch sechs Wochen zu leben haben.

Die Betrüger behaupteten, dass nur ein sehr teures Medikament aus der Schweiz dem Sohn noch helfen könne. Da der Sohn der Frau zufällig tatsächlich im Krankenhaus lag, glaubte sie den Lügen am Telefon. Die Angst um ihr Kind war zu groß.

Kurz darauf, gegen 17:50 Uhr, kam es zur Übergabe des Geldes. Ein Mann tauchte an der Haustür der Seniorin in der Straße Lange Breede, an der Hohen Brede, auf. Die Frau händigte ihm einen hohen Geldbetrag aus. Direkt danach verschwand der Mann zu Fuß in eine unbekannte Richtung.

Die Polizei beschreibt den Verdächtigen als etwa 20 bis 25 Jahre alt. Er soll zudem ein ungepflegtes Aussehen gehabt haben.

Die Beamten suchen nun nach Zeugen, die den Mann in der Gegend gesehen haben oder Hinweise zu ihm geben können. Wer etwas weiß, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0521/545-0 beim Kriminalkommissariat 15 zu melden.

Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizei Bielefeld – zur Originalmeldung

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