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Biedenkopf: Wasserentnahme aus Bächen und Seen verboten

Copyright und Urheber siehe Biedenkopf

Wegen der extremen Trockenheit darf im Stadtgebiet kein Wasser mehr aus Gewässern entnommen werden. Wer trotzdem pumpt, riskiert ein extrem hohes Bußgeld.

In Biedenkopf (Landkreis Marburg-Biedenkopf) ist es ab dem 5. August 2026 verboten, Wasser aus Bächen, Flüssen und Seen zu entnehmen. Der Grund ist die anhaltende Trockenheit. Seit Wochen hat es kaum geregnet, weshalb die Wasserstände extrem niedrig sind. In einigen Bereichen sind die Bachläufe bereits fast komplett ausgetrocknet.

Die Natur leidet unter dem Wassermangel. Fische und andere Lebewesen im Wasser verlieren ihre Lebensgrundlage. Um zu verhindern, dass die Gewässer komplett austrocknen, hat der Landkreis eine sogenannte Allgemeinverfügung erlassen. Peter Neidel, der Erste Kreisbeigeordnete, bittet die Bürger um Verständnis. Er betont, dass jede Entnahme die Lage für Tiere und Pflanzen verschlimmere.

Das Verbot gilt für alle. Das betrifft auch Leute, die Grundstücke direkt an einem Bach oder See haben. Wer sich nicht an die Regel hält, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Das kann teuer werden: In schweren Fällen droht ein Bußgeld von bis zu 100.000 Euro.

Es gibt jedoch zwei Ausnahmen: Wer nur kleine Mengen in einem Trinkglas oder einem Eimer für den eigenen Bedarf entnimmt, darf das weiterhin tun. Außerdem gilt das Verbot nicht für Menschen, die eine offizielle Erlaubnis der Wasserbehörde haben.

Die Einschränkungen bleiben so lange in Kraft, bis die Wasserstände wieder steigen. Wann genau das passiert, lässt sich derzeit nicht sagen, da keine größeren Regenfälle in Sicht sind. Die Behörden beobachten die Lage weiter.

Quelle: Biedenkopf – zur Originalmeldung

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