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Besuch in der historischen Pulvermühle in Nieder-Ramstadt

Copyright und Urheber siehe Mühltal

Bürgermeister Niels Starke und Wirtschaftsförderin Ines Schöcker haben die Pulvermühle besucht. Dort bewahrt Fritz Hechler mit viel Leidenschaft ein Stück regionaler Geschichte.

Bürgermeister Niels Starke und Wirtschaftsförderin Ines Schöcker waren in Nieder-Ramstadt (Mühltal, Hessen) zu Gast. Sie besuchten die Pulvermühle, einen Ort, der heute als Biergarten und Eventlocation dient, aber eine lange Geschichte hinter sich hat.

Der Betreiber Fritz Hechler hat eine besondere Leidenschaft für Mühlen. Früher besaß er bereits eine Schleifmühle in Braunfels und war technischer Leiter in einer Papierfabrik. Er kennt sich daher bestens mit der Restaurierung alter Technik aus. Vor über 20 Jahren stand die Pulvermühle zum Verkauf. Ein Bekannter riet ihm damals, das Objekt zu kaufen. Hechler griff zu, auch wenn andere ihn für verrückt hielten, weil er so viel Arbeit in das Anwesen steckt.

Die Geschichte der Pulvermühle reicht bis ins Jahr 1678 zurück. Früher wurde hier Schießpulver hergestellt. Heute erinnert vor allem das originale Wasserrad aus dem Jahr 1908 an diese Zeit. Hechler hat in den letzten zwei Jahrzehnten unzählige Stunden investiert, um die Gebäude zu retten. Damit die Menschen den Ort besuchen können, baute er sogar eine eigene Brücke über die Modau und regelte alle nötigen Genehmigungen.

Während der Corona-Pandemie kam die Idee auf, aus der Location einen Biergarten zu machen. Jetzt können Besucher dort hausgemachtes Essen und Getränke genießen. Das Gelände liegt direkt an Wanderwegen und ist deshalb ein beliebtes Ziel für Ausflügler. Auch für größere Feiern wie Geburtstage oder Firmenpartys gibt es Platz für mehrere hundert Gäste. Auf Wunsch gibt es dann auch Attraktionen wie Hüpfburgen, Torwandschießen oder DJs.

Neben dem Gastronomiebetrieb ist die Pulvermühle ein Ort des Lernens. Hechler lässt regelmäßig Schulklassen, Kindergärten und Studenten herein, um ihnen die Geschichte des Ortes zu erklären. Wer tiefer einsteigen will, kann nach Absprache eine Führung über das Gelände buchen.

Bürgermeister Starke zeigte sich bei seinem Besuch beeindruckt. Er lobte, dass Hechler mit Ausdauer ein einzigartiges Stück Geschichte in Mühltal bewahrt und einen Treffpunkt für die Menschen geschaffen hat. Für den Besitzer ist die Arbeit jedoch noch nicht fertig. Er will die Pulvermühle auch in Zukunft erhalten und mit Leben füllen.

Quelle: Mühltal – zur Originalmeldung

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