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Berlin: Zehn Kastanien weichen Heizkraftwerk-Baustelle

Ein Gericht hat entschieden: Für die Modernisierung des Heizkraftwerks Charlottenburg dürfen zehn Rosskastanien gefällt werden.

In Berlin (Hauptstadt und Land der Bundesrepublik Deutschland) geht es um zehn Rosskastanien in der Grünanlage Am Spreebord. Die Bäume sollen weichen, damit die Firma BEW Berliner Energie und Wärme GmbH dort eine Baustelle einrichten kann. Auf der Fläche sollen später Personalcontainer stehen.

Das Ganze ist Teil eines großen Projekts im Heizkraftwerk Charlottenburg. Dort werden drei neue Gasturbinenanlagen und vier Elektro-Heißwassererzeuger eingebaut. Eigentlich war die Fällung der Bäume schon im Februar 2026 genehmigt worden. Doch dann schaltete sich das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf ein und verbot das Fällen der Kastanien am 2. Juli 2026.

Die Firma wehrte sich dagegen und ging vor das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg. Das Gericht gab dem Unternehmen nun recht. Die Richter begründeten dies so, dass die Frage der Bäume bereits im Februar geklärt worden war. Das Bezirksamt habe keine Grundlage gehabt, das Fällen nachträglich zu verbieten, da es auch keine anderen passenden Plätze für die Container gebe.

Damit ist der Weg für die Baustelle frei. Die Firma muss sich jedoch an strenge Regeln halten. Sie darf die Bäume nur fällen, wenn der Artenschutz gewahrt bleibt. Als Ausgleich muss die BEW nach den Bauarbeiten insgesamt 19 neue Bäume pflanzen. Zudem ist das Unternehmen verpflichtet, diese Bäume drei Jahre lang beim Anwachsen zu unterstützen und sie insgesamt 22 Jahre lang zu pflegen.

Der Beschluss des Gerichts ist endgültig und kann nicht mehr angefochten werden.

Quelle: Senatskanzlei Berlin – zur Originalmeldung

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