Berlin will Gewerbegebiete besser sichern und modernisieren
In Berlin (Hauptstadt Deutschland) wird der Platz knapp. Zwischen 2015 und 2021 wurden rund 190 Hektar Flächen, die eigentlich für Gewerbe gedacht waren, anderweitig genutzt. Das ist ein Problem, denn die Stadt braucht diese Flächen für Arbeitsplätze und neue Ideen.
Um das zu stoppen, hat die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe die Initiative „Innovative Gewerbestandorte“ ins Leben gerufen. Der offizielle Startschuss fiel am 15. Juli 2026. Zu diesem ersten „Zukunftstag“ kamen etwa 130 Leute im Topaspark im Gewerbegebiet Herzbergstraße zusammen. Das waren Vertreter von Firmen, Verbänden, aus den Bezirken und aus der Verwaltung.
Senatorin Franziska Giffey begrüßte die Gäste. Danach gab es einen Rundgang zu Projekten vor Ort. In einem Forum diskutierten die Teilnehmer über Themen wie Energie, Mobilität und Sicherheit. Giffey betonte, dass Berlin wächst und deshalb nicht nur Wohnungen, sondern auch sichere Arbeitsplätze braucht. Wohnraum und Industrie sollen dabei Hand in Hand entwickelt werden.
Die Teilnehmer haben ein Memorandum unterschrieben. Darin stehen fünf Leitlinien: Die Flächen für die Wirtschaft sollen gesichert und attraktiv bleiben. Bestehende Gebiete sollen erhalten, aber modernisiert werden. Es sollen kompaktere Arbeitsorte entstehen und die Infrastruktur bei Strom und Verkehr verbessert werden. Außerdem soll die Zusammenarbeit im Netzwerk enger werden.
Die Initiative baut auf bestehenden Plänen wie dem Stadtentwicklungsplan Wirtschaft 2040 auf. Für ausgewählte Standorte werden nun konkrete Maßnahmenpakete geschnürt. Ab dem Jahr 2027 steht vor allem die Energie im Fokus. Ein Beispiel ist das Gebiet Herzbergstraße, für das gerade ein Energiekonzept erstellt wird. Ziel ist es, die Gebiete ressourcenschonender zu machen und an die Energiewende anzupassen.
Weitere Details zu den geplanten Maßnahmenpaketen für die einzelnen Standorte liegen bislang nicht vor.
Quelle: Berlin – zur Originalmeldung