Berlin: Letzter Verdächtiger nach Schüssen auf Wohnhaus gefasst
Alles begann in der Nacht zum 13. Februar in der Ritterstraße in Kreuzberg (Berlin). Gegen 1:45 Uhr hörte ein Bewohner eines Mehrfamilienhauses mehrere Schüsse und rief die Polizei. Als die Beamten eintrafen, fanden sie Einschusslöcher in den Fenstern einer Wohnung. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.
Seit diesem Vorfall suchte das Landeskriminalamt nach den Tätern. Gestern Morgen war die Fahndung nun beendet. Spezialkräfte des LKA spürten den letzten gesuchten Verdächtigen, einen 23-Jährigen, in einem Hotel in Neukölln (Berlin) auf. Die Beamten nahmen ihn fest. Bei sich führte der junge Mann ein Messer und ein Pfefferspray. Noch am selben Tag wurde er einem Gericht vorgeführt, das den Haftbefehl bestätigte. Jetzt sitzt er in Untersuchungshaft.
Ein weiterer Mann, der vermutlich die Schüsse in Auftrag gegeben hat, ist ebenfalls bereits hinter Gittern. Der 34-Jährige wurde schon am 10. Juli festgenommen. In der Zelle soll er das Personal mit dem Tode bedroht haben, bevor er vom Amtsgericht Tiergarten in Haft geschickt wurde.
Zwei weitere Verdächtige im Alter von 24 und 25 Jahren sitzen bereits wegen anderer Delikte im Gefängnis. Für sie wurden nun zusätzliche Haftbefehle beantragt. Außerdem ermittelt die Polizei noch gegen zwei weitere Männer im Alter von 24 und 33 Jahren.
Mit der letzten Festnahme in Neukölln kennt die Polizei nun alle Beteiligten. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft dauern an. Die Behörden suchen weiterhin nach Zeugen, die etwas zu den Schüssen in der Ritterstraße wissen könnten.
Ob und inwieweit sich die Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.