Berlin-Wedding: Mann besprühte Häuser und Autos
Es war kurz vor vier Uhr morgens in Berlin (Hauptstadt Deutschland), als ein Zeuge etwas Verdächtiges bemerkte. In der Schererstraße sah er, wie ein Mann mit einer Farbsprühdose die Fassade eines Hauses bemalte. Der Zeuge rief sofort die Polizei.
Die Beamten der 16. Einsatzhundertschaft suchten daraufhin die Gegend ab. Nicht weit entfernt, in der Adolfstraße, fanden sie einen 38-jährigen Mann. Die Polizisten sahen sofort, dass er Farbe an den Händen hatte. Zudem trug er zwei Sprühdosen bei sich. Die Beamten nahmen ihn fest und nahmen die Dosen als Beweismittel mit.
Als die Polizei den Bereich genauer untersuchte, kam ein größeres Ausmaß zum Vorschein. Insgesamt entdeckten die Beamten zehn beschädigte Stellen. Neben Hausfassaden in der Schererstraße, der Adolfstraße und der Maxstraße waren auch mehrere Autos mit Farbe beschmiert worden. Auf den Wänden fanden sich neben einfachen Herzen und Buchstaben auch politische Parolen.
Der Verdächtige wurde in ein Polizeigewahrsam gebracht. Dort wurde er für die Erkennungsdienstlichen Maßnahmen registriert. Außerdem ließ die Polizei eine richterlich angeordnete Blutentnahme durchführen, um zu prüfen, ob der Mann unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen stand. Danach wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt.
Da einige der Schmierereien politische Inhalte hatten, hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts Berlin die Ermittlungen übernommen. Ob und inwieweit sich der Mann strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen dauern an.