Berlin verleiht Moses-Mendelssohn-Preis an Rabbiner Andreas Nachama
Berlin (Hauptstadt Deutschlands) ehrt mit dem Moses-Mendelssohn-Preis eine Persönlichkeit, die sich seit Jahren für das jüdische Leben in Deutschland einsetzt. Die Auszeichnung geht an den Rabbiner und Hochschullehrer Andreas Nachama. Eine Jury, in der Menschen verschiedener Religionen und Weltanschauungen saßen, hat die Entscheidung getroffen.
Andreas Nachama ist in Berlin gut bekannt. Er hat sich in vielen Ehrenämtern engagiert und über lange Zeit die Stiftung Topografie des Terrors sowie die dortige Dauerausstellung mitgeprägt. Laut dem Staatssekretär der Senatsverwaltung für Kultur, Alexander Straßmeir, ist Nachama ein Beispiel dafür, wie man Menschen wieder zusammenbringt und Versöhnung schafft – besonders in einer Zeit, in der die Gemeinschaft in der Stadt vor großen Herausforderungen steht.
Der Preis wurde bereits 1979 eingeführt, passend zum 250. Geburtstag des jüdischen Aufklärers Moses Mendelssohn. Er wird alle zwei Jahre an Menschen verliehen, die sich für Toleranz gegenüber Andersdenkenden sowie zwischen verschiedenen Völkern und Religionen einsetzen. Vor zwei Jahren, im Jahr 2024, erhielten Oz Ben David und Jalil Dabit vom Restaurant Kanaan die Auszeichnung.
Die offizielle Preisverleihung findet am Donnerstag, dem 3. September 2026, in der Mendelssohn-Remise statt. Die Laudatio, also die Rede zur Ehrung, wird von Imam Kadir Sanci gehalten.