Berlin prüft Zusammenarbeit der Sprechtheater
Die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt in Berlin (Hauptstadt Deutschland) wollte wissen, ob die Sprechtheater der Stadt gemeinsam Kosten sparen oder Aufgaben bündeln können. Von November 2025 bis Juli 2026 wurden deshalb sechs bekannte Bühnen genau unter die Lupe genommen. Dabei waren das Berliner Ensemble, die Schaubühne am Lehniner Platz, das Deutsche Theater, die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, das Maxim Gorki Theater und das Theater an der Parkaue dabei.
Das Beratungsunternehmen actori hat die Untersuchung geleitet. Die Experten haben sich dabei eng mit den Theaterleitungen und den Personalvertretungen abgesprochen. Es ging vor allem darum, ob man bestimmte Bereiche zentralisieren kann, um die Abläufe zu verbessern.
Das Ergebnis ist nun da: Die Theater arbeiten bereits sehr effizient und sind gut aufgestellt. Große Einsparungen oder Verbesserungen durch eine zentrale Steuerung gibt es kaum. Stattdessen gibt es eher kleine Möglichkeiten, die jedes Haus für sich selbst optimieren kann oder wo einzelne Theater punktuell zusammenarbeiten könnten.
Die Staatssekretärin für Kultur, Cerstin Richter-Kotowski, sieht die Ergebnisse als Kompliment für die Professionalität der Häuser. Die Daten sollen nun als Grundlage dienen, um die Theaterlandschaft in Berlin zukunftsfähig zu machen.
In den nächsten Monaten wird die Senatsverwaltung die Details gemeinsam mit den betroffenen Bühnen und den Gremien besprechen und die Ergebnisse auswerten. Welche konkreten Änderungen an den einzelnen Häusern vorgenommen werden, ist derzeit noch nicht bekannt.