Berlin vergibt Geld für künstlerische Projekte
Die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt in Berlin (Hauptstadt Deutschlands) schreibt neue Gelder aus. Es geht um den sogenannten Kofinanzierungsfonds II/2026. Damit will die Stadt professionellen Künstlern, freien Gruppen und Einrichtungen unter die Arme greifen, die vor allem in der Freien Szene arbeiten.
Das Geld ist eine Art Startkapital oder Ergänzung. Viele große Förderprogramme verlangen nämlich, dass die Künstler schon einen Teil des Geldes von anderen Stellen sicher haben, bevor sie überhaupt einen Antrag stellen dürfen. Genau hier springt die Stadt ein und übernimmt die Kofinanzierung. Das gilt für alle Kunstrichtungen. Auch Projekte im Rahmen von Creative Europe können so unterstützt werden.
Es gibt aber klare Regeln: Wer das Geld will, muss seinen Wohnsitz oder den Sitz der Organisation in Berlin haben. Außerdem müssen die Kunstwerke oder Projekte öffentlich in Berlin gezeigt werden. Wichtig ist auch, dass die Arbeit noch nicht angefangen hat. Der früheste Starttermin ist der Januar 2027. Wer plant, über mehrere Jahre zu arbeiten, kann dies ebenfalls beantragen.
Die Anträge müssen elektronisch und auf Deutsch eingereicht werden. Wer sich bei einem Hauptförderer auf Englisch bewirbt, muss zusätzlich eine kurze Zusammenfassung auf Deutsch mitschicken. Eine Jury aus verschiedenen Kunstbereichen entscheidet dann, wer die Förderung bekommt. Die Frist läuft bis zum 28. September 2026 um 14:00 Uhr.
Wer hofft, Geld zu bekommen, erfährt voraussichtlich Mitte November 2026 Bescheid. Die Stadt weist jedoch darauf hin, dass es für Projekte ab 2027 wahrscheinlich keine weitere Ausschreibung dieser Art geben wird. Die Vergabe der Mittel hängt zudem davon ab, ob im Haushalt der Stadt genug Geld vorhanden ist.