Berlin: Trickdiebe mit Wasserschaden-Masche gefasst
Die Männer hatten eine einfache, aber hinterhältige Masche: Sie klingelten bei einer 83-jährigen Frau in einer Straße im Prenzlauer Berg (Berlin) und behaupteten, es gäbe einen Wasserschaden. So gelangten zwei Männer im Alter von 22 und 23 Jahren in die Wohnung der Seniorin. Währenddessen wartete ein dritter Komplize, 25 Jahre alt, im Fluchtwagen vor dem Haus.
Die Polizei hatte die Gruppe jedoch bereits im Visier. Zivilfahnder beobachteten den gesamten Vorgang. Diesmal hatten die Diebe jedoch kein Glück: Sie verließen die Wohnung der Frau ohne Beute. Danach fuhren die drei Männer gemeinsam zu einem Schmuckgeschäft in der Kantstraße im Ortsteil Charlottenburg.
Dort schlug die Polizei zu und nahm die drei Verdächtigen fest. Das Auto wurde sofort mitgenommen. Im Anschluss durchsuchten die Beamten fünf verschiedene Orte in Berlin, darunter auch die Wohnung des 22-jährigen Hauptverdächtigen in Marzahn. Dabei fanden sie Beweismittel wie Münzen und Schmuckstücke.
Der 22-Jährige muss nun hinter Gitter. Gegen ihn gab es bereits einen Haftbefehl, den ein Richter nun vollstreckt hat. Die anderen beiden Männer, 23 und 25 Jahre alt, wurden für die Identitätsfeststellung festgehalten und dann wieder freigelassen.
Die Ermittler gehen davon aus, dass die Gruppe berlinweit als Trickdiebe unterwegs war. Der Hauptbeschuldigte soll zwischen Januar und August 2026 mit wechselnden Helfern immer wieder in Wohnungen eingebrochen sein. Ob es noch weitere Beteiligte gibt, klärt die Polizei derzeit. Die Ermittlungen dauern an.