Zum Inhalt springen
newssofort.de

Berlin: Teile alter Krankenhausfassade als Spendenobjekte

Screenfassade aus an Rückenwirbeln erinnernden Betonelementen Foto: Landesdenkmalamt Berlin, Bernhard Kohlenb

Wer Geld an die Charité spendet, kann sich ein Stück Geschichte sichern. Die Betonelemente der alten Fassade des Campus Benjamin Franklin werden an Privatpersonen abgegeben.

In Berlin-Steglitz (Berlin) gibt es eine ungewöhnliche Aktion zum Tag des offenen Denkmals am 12. September 2026. Die Charité gibt Teile ihrer alten Fassade vom Campus Benjamin Franklin ab. Es handelt sich dabei um 140 Betonelemente, die wie kleine Wirbelkörper geformt sind. Diese besonderen Steine bildeten früher eine Art zweite Haut vor dem Gebäude und dienten als Sonnenschutz.

Die Teile mussten im Jahr 2025 großflächig entfernt werden. Der Beton war in einem schlechten Zustand und bröselte bereits. Zudem waren die Verbindungen verrostet, sodass erste Teile sogar von selbst herunterfielen. Ein Gutachten hatte ergeben, dass die gesamte Fassade instabil war. Um Patienten und Mitarbeiter nicht zu gefährden, musste die Fassade schnell abgebaut werden. Die Denkmalbehörden haben dem zugestimmt, allerdings unter einer Bedingung: Es muss ein Plan erstellt werden, wie die Fassade originalgetreu wieder aufgebaut werden kann.

Jetzt können Berliner und Berlinerinnen ein solches Element als Erinnerungsstück für zu Hause bekommen. Die ersten 140 Menschen, die über die Aktionsseite der Charité oder per Überweisung spenden, erhalten einen dieser Wirbelkörper. Als Richtwert für die Spende nennt die Klinik 250 Euro. Das Geld fließt an die Charité bzw. in die Erhaltung des Campus.

Die Übergabe der Betonelemente findet am Samstag, den 12. September 2026, zwischen 12:00 und 14:00 Uhr direkt am Campus Benjamin Franklin im Hindenburgdamm 30 statt. Es gibt dazu ein Rahmenprogramm mit Reden und einer historischen Einführung in das Gebäude.

Wer ein Teil möchte, muss schnell sein, da die Vergabe nach dem Zeitpunkt des Geldeingangs erfolgt und nur so lange geht, wie der Vorrat reicht.

Quelle: Senatskanzlei Berlin – zur Originalmeldung

← Zurück zur Übersicht

Weitere Meldungen aus Berlin

Alle ansehen