Berlin: Tausende Blitzer-Fälle bei europaweiter Speedweek
Vom 3. bis zum 9. August 2026 hat die Polizei in Berlin (Hauptstadt Deutschlands) massiv Geschwindigkeiten kontrolliert. Die Stadt nahm an der europaweiten Aktion „ROADPOL Speedweek“ teil. Die Beamten hielten die Orte der Kontrollen geheim, um die Fahrer zu überraschen. Insgesamt suchten die Teams 247 verschiedene Stellen in der Hauptstadt ab.
Die Zahlen sind hoch: Fast 155.000 Fahrzeuge wurden gemessen. Dabei stellten die Polizisten 12.413 Verstöße gegen die Geschwindigkeitsregeln fest. In 61 Fällen waren die Fahrer so schnell, dass sie die erlaubte Geschwindigkeit um mehr als 31 km/h überschritten haben. Diese Menschen müssen nun mit einem Fahrverbot von mindestens einem Monat rechnen.
Interessant ist der Vergleich zum Vorjahr: Obwohl die Polizei an mehr Orten kontrollierte, gab es insgesamt 2.659 Verstöße weniger als im gleichen Zeitraum im Vorjahr. Die Polizei sieht darin ein positives Zeichen für die Sicherheit im Straßenverkehr.
Neben den Blitzern gab es noch weitere Funde. Die Beamten entdeckten 259 andere Verkehrsverstöße und 35 Straftaten. Elf Fahrer hatten gar keinen Führerschein, und sechs Autos waren nicht versichert. Bei 43 Menschen hatten die Polizisten den Verdacht, dass sie betrunken waren oder Drogen genommen hatten. In zwei dieser Fälle wurde eine Blutprobe angeordnet.
Zusätzlich führten Verkehrssicherheitsberater der Polizei fast 100 Gespräche mit Bürgern. Dabei ging es vor allem darum, wie gefährlich zu hohes Tempo ist und wie man Kinder und Tiere sicher im Auto transportiert.
Die Polizei bleibt wachsam. Ende August, wenn das neue Schuljahr beginnt, wird es wieder mehr Kontrollen geben. Besonders rund um Schulen soll streng auf die Geschwindigkeit geachtet werden, damit die Kinder sicher zur Schule kommen.
Die Ermittlungen zu den festgestellten Straftaten dauern an.