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Berlin schützt Marienfelder Feldmark als Landschaftsschutzgebiet

Ein großes Stück Natur im Süden Berlins bleibt erhalten. Die Marienfelder Feldmark wird offiziell zum Landschaftsschutzgebiet erklärt.

In Tempelhof-Schöneberg (Berlin) gibt es eine gute Nachricht für Naturliebhaber und Anwohner. Die Marienfelder Feldmark wird nun offiziell als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Damit wird verhindert, dass die Fläche in Zukunft verbaut wird oder durch Bodenabgrabungen zerstört wird. Das Ziel ist es, die besondere Kulturlandschaft langfristig zu sichern.

Die Feldmark ist kein wilder Urwald, sondern eine Fläche, die über Jahrhunderte durch die Landwirtschaft geformt wurde. Äcker, Wiesen, Hecken und Gräben machen das Gebiet aus. Auch der historische Königsgraben, der schon 1775 unter Friedrich II. gebaut wurde, gehört dazu. Das Besondere an diesem Schutzstatus ist, dass die Landwirtschaft weiterhin erlaubt bleibt. Die Bauern dürfen also weiterarbeiten, solange der offene Charakter der Landschaft erhalten bleibt.

Für die Tierwelt ist das Gebiet extrem wichtig. Bisher wurden dort über 80 Vogelarten gefunden, darunter verschiedene Lerchen. Auch für Insekten ist die Feldmark ein Paradies. Bei einer Untersuchung im Jahr 2023 entdeckten Experten 113 Wildbienenarten. Dabei machten sie einen besonderen Fund: Die Pracht-Trauerbiene war nach 43 Jahren wieder in Berlin aufgetaucht.

Neben dem Naturschutz geht es auch um die Menschen im Bezirk. Die Feldmark dient als Erholungsort und wirkt wie eine grüne Lunge, die die versiegelten Wohngebiete in der Umgebung abkühlt.

Der Weg bis zu dieser Entscheidung war lang. Das offizielle Verfahren mit der Beteiligung der Öffentlichkeit startete im November 2025. Eine Bürgerinitiative hat über 40 Jahre lang dafür gekämpft, dass das Gebiet geschützt wird.

Die neue Ausweisung wird am Freitag, den 4. September 2026, gefeiert. Von 14:00 bis etwa 18:00 Uhr findet an der Müller-Linde ein Fest statt. Die Bürgerinitiative lädt zu Spaziergängen, Musik und Gesprächen ein. Wer mitkommen möchte, kann über den Schichauweg oder die Blohmstraße zum Festgelände gelangen.

Quelle: Senatskanzlei Berlin – zur Originalmeldung

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